Die Suche nach versteckten Potentialen

Hamburg: Handwerkskammer |

Das die Handwerkskammer Hamburg mehr als ruhig kann, bewies die heutige 7. Landesjugendkonferenz der team.arbeit.hamburg (Jobcenter).

Rund 1000 junge Menschen informierten sich über Arbeitgeber und deren Ausbildungsplätze. Namenhafte Vertreter wie die Polizei, Bundeswehr, Vattenfall, die Stadt Hamburg, Kühne&Nagel KG, Aurubis AG, Metro, Deutsche Bahn und das Handwerk klärten auf. Unter dem Motto „Wege in Ausbildung – Auch Du wirst gebraucht!“ lag der Fokus auf junge Menschen, deren Zeugnis das schlummernde Können verbirgt. Geladene Jugendliche durch das Jobcenter, Schulen sowie an Maßnahmen teilnehmende junge Menschen nahmen das Angebot wahr und belagerten die Stände.
Kostenloser Bewerbungsmappen-Check und professionelle Bewerbungsfotos lagen neben der Teilnahme am Speed-Dating weit vorne auf der Beliebtheitsskala der Besucher. 16 aufgeregte junge Frauen und Männer stellten ihre Stärken und Motivation in rund 15 Minuten beim Speed-Dating den Arbeitgebern vor. Ein Druck, den über die Hälfte standhielten und mit einer weiteren Einladung zum Einstellungstest gedankt wurde.

Es zählen die Stärken und Interessen


Parallel zur Messe fand eine Fachtagung mit Arbeitgebervertretern, Handwerkskammer, Lehrstellenagentur Handwerk (LAH), Institut für Arbeitsmarkt und Berufsforschung (IAB) sowie der Agentur für Arbeit statt. Engagierte Personalmanager der Otto Group hielten an ihrem Standpunkt fest, dass der junge Mensch nicht nur von Noten geprägt sei. Vielmehr zählen die Stärken, Interessen und der individuelle Bedarf. Um dem demografischen Wandel vorzubeugen, bedarf es Strategien das vorhandene Potential an Willigen zu decken, so Prof. Dr. Annekatrin Niebuhr (IAB), Kiel. Eine lebhafte Podiumsdiskussion über die fünf größten Irrtümer von Hartz IV-Empfängern rundete das Programm ab. Mag das Ergebnis zur Erlangung eines der begehrten Ausbildungsplatzes fiktiv sein, so kann zumindest behauptet werden, dass ein kleiner Schritt getan wurde, um auch benachteiligten jungen Menschen einen Hoffnungsschimmer – losgelöst ihrer Schulnoten – mitzugeben. Und ist das zweite Ziel erreicht, das Arbeitgeber sensibilisiert werden, die versteckten Potentiale dieser jungen Besucher zu entdecken, erfolgte ein weiterer kleiner Schritt.
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