TVF siegt trotz Rot und sieben Zeitstrafen

Mit dem Sieg gegen Pinnau machte der TVF einen wichtigen Schritt Richtung Meisterschaft
„Festung Süderelbe!!“ Das schrieben die ersten Handballherren des TV Fischbek (TVF) kurz nach dem Spiel gegen die HSG Pinnau auf ihrer Facebookseite. Damit bezogen sie sich auf den 32:25-Sieg im Spitzenspiel des Tages.

Im Gegensatz zu den letzten Spielen gewann der TVF dieses Mal nicht durch einen Kraftakt in der zweiten Halbzeit, sondern erspielte sich konsequent über den ganzen Spielverlauf die beiden Punkte. Lediglich in den ersten fünf Minuten stotterte der Motor noch etwas, sodass Pinnau den 0:1-Rückstand in eine 3:1-Führung drehen konnte.

Dann fand die Mannschaft von Trainer Roman Judycki endgültig ins Spiel. „Das war kein Spiel wie jedes andere“ erklärt der Coach. „Ich musste niemanden motivieren“. Grund hierfür war die Niederlage in der Hinrunde, die die einzige war, die der TVF in dieser Saison hinnehmen musste. Nach dem Spiel hatte Pinnaus Trainer Hans Riedel noch gesagt, dass Pinnau zu schnell für Fischbek sei. Das wollte der TVF nicht einfach so stehen lassen.

Stück für Stück entfernte sich der Gastgeber von seinem Kontrahenten. Dabei konnte sich Pinnau nicht auf einen Hauptakteur einstellen, denn der TVF traf gleichmäßig durch mehrere Torschützen. „Die Jungs haben konzentriert gespielt und Fehler vermieden“ ist Judycki zufrieden. Mit einem Polster von sechs Toren gingen die Fischbeker bei einem Stand von 18:12 in die Halbzeit.

Nach dem Wechsel waren die Fischbeker bemüht, weiterhin ihr Spiel zu gestalten. Allerdings schafften sie es nicht, sich weiter abzusetzen. „Wir versuchten, unseren Rhythmus zu finden“ sagt Judycki. Dies war aber nicht möglich, da die Unparteiischen vor allem in der zweiten Spielhälfte Zeitstrafen gegen Fischbek austeilte. Fünf von sieben Zeitstrafen wurden in den zweiten 30 Minuten von ihnen ausgesprochen. Pinnau kam dagegen mit einer Zeitstrafe davon.

Der TVF hielt trotz der 2-Minuten-Strafen, durch die die Gastgeber auch zweimal in doppelter Unterzahl spielen musste, den Gegner auf Distanz. Auch die direkte rote Karte für Tim Latendorf brachte keinen entscheidenden Bruch in das Spiel. „Das war aus meiner Sicht eine Fehlentscheidung“ bewertet Judycki die Entscheidung der Schiedsrichter. „Ich habe die Situation sogar fast als Stürmerfoul gesehen“.

Fünf Minuten vor Schluss setzten sich die Fischbeker dann nach zwischenzeitlich leicht geschrumpften Polster (20:17, 24:20 und 25:21) wieder ab. Viele Tore erzielten sie durch schnelles Umschaltspiel, womit sie Pinnau nach Judyckis Aussage in Anspielung auf das Hinspiel „mit den eigenen Waffen“ geschlagen haben. Am Ende distanzierte sich der TVF durch den verdienten 32:25-Sieg in der Tabelle von Pinnau, die durch die eigene Niederlage und den Sieg des SC Alstertal-Langenhorn (SCALA) auf Platz vier abgerutscht sind.

Am kommenden Sonntag findet das absolute Spitzenspiel der Saison statt, das für eine Vorentscheidung um die Meisterschaft sorgen könnte. Um 17 Uhr ist dann Anpfiff gegen HT Norderstedt als Tabellenzweiter in der Poppenbütteler Straße 230. Norderstedt hat zuletzt am Samstag gegen die HG Hamburg-Barmbek ebenfalls einen Sieg geholt. In Fischbek konnten sie in der Hinrunde einen Punkt ergattern. Sollte Judycki mit seiner Mannschaft dort zwei Punkte gewinnen, hätten sie drei Punkte Vorsprung vor Norderstedt bei dann noch vier ausstehenden Spielen. Fischbek hat vom Tabellenstand her dann allerdings die einfacheren Gegner, da Norderstedt unter anderem noch gegen Pinnau und SCALA antreten muss.
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