Schafft Fischbek zwei wichtige Schritte Richtung Handball-Oberliga?

Fischbek muss in den kommenden zwei Spielen alles geben.
Am Ende der vergangenen Saison waren die ersten Handballherren des TV Fischbek (TVF) aus der Oberliga Hamburg/Schleswig-Holstein in die Hamburg-Liga abgestiegen. Dort sind sie derzeit mit 28:4 Punkten Tabellenführer und können schon mal in Richtung Aufstieg schauen. Ob die sofortige Rückkehr in die Oberliga erfolgt, könnte sich schon in den kommenden zwei Spielen andeuten.

Seit neun Spielen ist die Mannschaft von Trainer Roman Judycki ungeschlagen. Dabei gab es zum einen deutliche Siege wie das 28:17 gegen TuS Aumühle/Wohltorf. Zum anderen sind aber auch wie beim 30:27 bei Schlusslicht Niendorfer TSV denkbar knapp und nur über einen Kampfwillen gewonnen worden. Gerade dieser Endspurt über den Kampf hat in den letzten Spielen den TVF immer gerade noch auf die Siegerstraße geführt.

Nun erwarten die Fischbeker am kommenden Samstag um 18:30 Uhr die HSG Pinnau in der Arena Süderelbe. Die Pinneberger sind mit 23:9 Punkten derzeit auf dem dritten Tabellenplatz. Die letzten Spiele des Tabellendritten haben dabei einen negativen Trend gezeigt. Gegen Aumühle wurde noch mit sechs Toren gewonnen. Auch die drei Begegnungen danach gegen die SG BSV/HSV, die SG Hamburg-Nord und den Barmstedter MTV wurden gewonnen. Mit einem Abstand von höchstens zwei Toren jedoch mehr als knapp. Gegen den TSV Ellerbek gab es dann nur noch ein Unentschieden. Zuletzt verloren die Pinneberger in eigener Halle mit 33:38 gegen die HG Hamburg-Barmbek.

„Für die pinnauer Mannschaft wäre am Wochenende die allerletzte Gelegenheit, um sich an die Tabellenspitze heranzukämpfen“ weiß auch Judycki. Eine schwierige Herausforderung, denn der TVF ist in dieser Saison zu Hause bisher ungeschlagen. Nur gegen den Tabellenzweiten von der HT Norderstedt mussten die Fischbeker letzten Endes einen Punkt abgeben. Alle anderen Spiele wurden gewonnen. Aber gerade gegen Fischbek dürfte Pinnau motiviert auftreten und alles geben. Immerhin sind die Gäste die einzige Mannschaft, die dem TVF durch den 31:29-Sieg in der Hinrunde eine Niederlage beschehrt hat. Die Gastgeber ihrerseits möchten aber ihre weiße Heimweste behalten und werden entsprechend alles dafür tun. Immerhin ist Norderstedt auch nur einen Punkt hinter den Fischbekern und könnte durch einen Sieg gegen Barmbek entsprechend wieder an die Spitze gehen.

Am Wochenende darauf findet dann am Sonntag der absolute Ligaknaller statt. Fischbek muss dafür am 28. Februar nach Norderstedt. Abweichend von der vom Handballverband ursprünglich angesetzten Zeit von 16 Uhr wird das Topspiel erst um 17 Uhr in der Poppenbütteler Straße 230 angepfiffen. Für den TVF wäre dies die Möglichkeit, sich mit einem Sieg und einer erfolgreichen Partie gegen Pinnau, sich Luft zum Verfolger zu verschaffen. Dazu müssen sie in diesem Spiel gegen den Tabellenzweiten aber konzentriert und sicher vor allem in Angriff agieren. Derzeit stellt Norderstedt mit 400 Toren die sicherste Abwehr der Liga.

Norderstedt hat im Gegensatz zum TV Fischbek aber nicht nur eine weiße Heimspielweste. Sie ist sogar auf Hochglanz poliert. In jedem Heimspiel dieser Saison sind beide Punkte bei den Gastgebern geblieben. Nur auswärts mussten sie Punkte abgeben. Jeweils zwei gegen Hamburg-Nord und Barmstedt und einen einzelnen, den sie im Oktober in Fischbek lassen mussten. Allerdings ist ihre Siegesserie nicht so lang wie die vom TVF. Gerade erst vor zwei Spielen erfolgte die Niederlage gegen Barmstedt, die dazu führte, dass Fischbek Tabellenführer wurde.

Im optimalen Fall kann Judycki mit seiner Mannschaft da auch bleiben. Bei zwei Siegen aus den nun folgenden wichtigen Spielen hätten sie drei Punkte Vorsprung auf Norderstedt und bereits sieben auf Pinnau. „Wir hätten dann klare Chancen, Meister zu werden“ sagt Judycki. „Auf der anderen Seite müssen auch noch Pinnau und Norderstedt noch mal gegeneinander antreten und haben einige schwierige Partien. Von daher bleibt die Liga weiterhin spannend und offen“.
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