Klub Kosova zieht die Notbremse

Auch Pavlos Kyrmanidis baut auf die Zweikampfstärke von Patrick Fernandez Silva (r.) – hier im Zweikampf mit Süderelbes McCash Davis. (Foto: Ponik)

Trainerwechsel beim Landesliga-Aufsteiger soll für neuen Schwung sorgen

von Rainer Ponik, Hamburg-Süd
Im Frühsommer 2013 war die Fußballwelt beim Klub Kosova noch in Ordnung. Nach nur einer Niederlage in 30 Spielen schloss der Bezirksligist die Spielzeit als Staffelmeister ab und stieg in die Landesliga auf. Mit Trainer Thorsten Beyer feierte man an der Dratelnstraße den größten Erfolg der Vereinsgeschichte. Vor ein paar Tagen hat die Vereinsführung den Erfolgscoach aber schon entlassen. Was war passiert? „Die Mannschaft hat nicht mehr so gut Fußball gespielt, wie wir uns das erwartet haben. Zwischen dem Trainer und dem Vorstand gab es einige Meinungsverschiedenheiten. Es war kein Vertrauen mehr vorhanden“, begründete Ligamanager Arton Mazrekaj gegenüber Elbkick-TV die überraschende Trennung von Beyer.
Obwohl sich ein Großteil der Mannschaft für den Verbleib des Coaches ausgesprochen hatte, wurde Thorsten Beyer mitgeteilt, dass man sich zu einem Trainerwechsel entschlossen habe. „Die zwei Jahre mit den Jungs haben mir viel Spaß gemacht“, bedauert Thorsten Beyer die vorzeitige Vertragsauflösung. Am Tag nach dem 0:7 gegen Süderelbe, bei dem Beyer aus gesundheitlichen Gründen nicht auf der Bank saß, wurde die Trennung offiziell verkündet.„Wir erhoffen uns neuen Schwung, denn im Hinblick auf die Stammplätze werden die Karten nun neu gemischt“, glaubt Arton Mazrekaj an einen positiven Effekt der Maßnahme.
Im Oddset-Pokal-Achtelfinalspiel gegen den SV Halstenbek-Rellingen versöhnte die Mannschaft die Fans mit einer starken Leistung, unterlag dem klassenhöheren Oberligisten nur knapp mit 0:1. Co-Trainer Pavlos Kyrmanidis betreute das Team auch am vergangenen Wochenende, als man im Duell der Aufsteiger 1:2 beim MSV Hamburg unterlag. Besir Kasami konnte das frühe 1:0 der Gastgeber kurz nach dem Wechsel zwar egalisieren, doch die Freude währte nicht lange, denn nur sechs Minuten später ging der MSV erneut in Führung. In der Folgezeit machten die Gäste die Chancen auf einen Punktgewinn selbst zunichte, denn nach Undiszipliniertheiten musste zunächst Sendel Ibishi und in der Nachspielzeit auch Besir Kasami den Platz verlassen. Obwohl der Klub Kosova nach der erneuten Niederlage auf den vorletzten Tabellenplatz zurückfiel, will man im Klub die Ruhe bewahren und sich intensiv auf das nächste Punktspiel vorbereiten, in dem man am kommenden Sonntag um 15 Uhr auf den Ligakonkurrenten SC Schwarzenbek trifft.
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