Hamburg gewinnt den Nordklassiker

Der Kupfer Trainer Ali Hobst hatte großen Redebedarf (Foto: Dieter Nagel)
 
Am Ende strahlen die Kupfergirls (Foto: Dieter Nagel)
Hamburg, 08. Dezember 2011:
VT Aurubis Hamburg II besiegt nach nervenaufreibenden 113 Spielminuten den Tabellensechsten aus Stralsund mit 3:2 (25:23, 25:15, 22:25, 23:25 und 17:15). Stark aufspielende Hanseatinnen aus Stralsund hatten im fünften Satz drei Matchbälle.
Die Partie fing für die Hamburgerinnen sehr zäh an und sie lagen im ersten Satz kontinuierlich hinten - bis zur Crunch-Time! Beim Punktestand von 20 zu 23 ging Zuspielerin Swantje Basan zum Aufschlag und konnte erst durch den Pfiff des 1. Schiedsrichter gestoppt werden – der gleichzeitig das Satzende für die Copper Girls bedeutete. Aufgrund einer starken Teamleistung konnte Aurubis den Satz 25 zu 23 gewinnen. „Wir waren im Individual- und Gruppentaktischem Bereich sehr behäbig“, analysierte Ali Hobst.

Im zweiten Satz konnte das Aurubis-Ensemble an der Spielweise, die zum Satzgewinn führte, nahtlos anknüpfen. Über 15 zu 11 und 22 zu 13 wurde dieser Satz folgerichtig zu 15 gewonnen. Was nach der 2 zu 0 Satzführung geschah, erklärt die Mannschaftsführerin Anne Krohn so: „Nach den ersten beiden konsequent gespielten Sätzen haben wir die Zügel leider locker gelassen, so dass wir uns selbst in die Rolle des Reagierenden gebracht haben. Dass sich in solchen Phasen Unsicherheiten im eigenen Spiel einschleichen ist ganz normal.“

Spätestens jetzt erkannten auch die gut 100 Zuschauer, die sich das Nordderby nicht entgehen lassen wollten, wie die Aussage „Die Stralsunder Stärke liegt in der Symbiose von Trainer und Team. Da dürfen wir uns nicht auf einzelne Spielerinnen konzentrieren oder eigene Schwächephase leisten, da wird Stralsund eine wirkungsvolle Antwort parat haben.“ von Ali Hobst nach der Gegner-Qualität zu verstehen war. Und die Hamburgerinnen haben sich Schwächephasen geleistet - diese wussten die Stralsunderinnen gekonnt auszunutzen.

Das Spiel der Hanseatinnen von der Elbe wirkte in den Folgesätzen zerfahren, es fehlte an Ordnung und Struktur in allen Elementen. Trotz dieser Probleme habe man die Sätze drei und vier „nur“ zu 22 und gar 23 verloren. Zum fünften Satz befragt sagte Swantje Basan: „Wir haben es wieder einmal gerade so geschafft unseren Kopf aus der Schlinge zu ziehen und das Match in letzter Sekunde für uns zu entscheiden.“ Anne Krohn ergänzt: „Was zählt, ist aber, dass wir uns als Team immer wieder aufrappeln und uns nicht so einfach geschlagen geben.“ Immerhin hat das Team zwei Matchbälle abgewehrt und gibt somit der Mannschaftsführung recht. Eine 3 zu 0 Rally beendete den letzten und entscheiden Satz – das reichte zum knappen nervenraubenden Sieg. Damit bringen die Young Copper Girls erneut den Nachweis eines stabilen psychischen Wettkampfverhaltens. Laut Anne Krohn „wird dieser Wille zum Sieg auch für das kommende Spiel gegen RPB wichtig sein“, Swantje Basan meint dazu richtungsweisend: „Um es am kommenden Wochenende gegen die SG Rotation Prenzlauer Berg besser zu machen, müssen wir es endlich schaffen ein Spiel von Anfang bis Ende diszipliniert durch zu spielen und schwierige Situationen mit mehr Abgeklärtheit und Cleverness zu lösen.“
 auf anderen WebseitenSenden
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.