Déjà-vu in Rudow!

Adina Hinze und Veronik Skorupka wussten in Berlin zu überzeugen (Foto: Dieter Nagel)
Hamburg, 22. Januar 2012:
So hatte sich Hamburgs Coach Ali Hobst das sicherlich nicht vorgestellt. Wie im Hinspiel musste VT Aurubis Hamburg II gegen den TSV Rudow Berlin in den Tie-Break, ehe der Sieg feststand. Beim 3:2-Sieg (25:19, 25:22, 22:25, 27:29 und 15:10) nach 119 Spielminuten musste der Trainer aber dieses Mal mit ansehen, wie sein Team eine souveräne 2:0–Satzführung wieder aus den Händen gab, sich aber im Tie-Break den Sieg sichern konnte. Hamburg bleibt Tabellenführer und hat weiterhin alles in eigener Hand.

Im Hinspiel am 01.10.2011 gab es in der Sporthalle Wandsbek ein umkämpftes Spiel das die Hamburgerinnen damals mit 3:2 für sich entscheiden konnten. Diesen Samstagabend aber schien alles unter Hamburger Kontrolle zu sein. Wurden doch die ersten beiden Pflichtspielsätze im neuen Jahr gewonnen. Während der erste Satz klar mit 25:19 an die Kupfer-Girls ging, wurde im zweiten Satz ein 7-Punkte-Vorsprung bei 22:15 leichtfertig verspielt und daher war dieser vom Ergebnis her mit 25:22 nicht so deutlich.

Aurubis Trainer Ali Hobst zum Ausgang des dritten Satzes: „Wir haben alles im Griff gehabt und das Spielgeschehen bestimmt. Auch wenn Rudow dies durch viele Aufschlagfehler begünstigt und sich dadurch immer wieder selbst ins Hintertreffen gebracht hat. Aber diesen Satz dürfen wir nicht so herschenken - Systemumstellung hin Spielerwechsel her!“ Über die Satzstände 4:1; 10:6; 14:14, 19:20 wurde der Satz zu 20 verloren. Die Berlinerinnen witterten Morgenluft und spielten vor Ihrem lautstarken Publikum weiterhin beherzt auf.

Der vierte Satz war spielerisch auf Augehöhe und es gab auf beide Seiten sehenswerte Aktionen, anscheinend so sehenswert, das beide Trainer Ihre Schmetterlinge durchspielen ließen ohne die Ihnen zu stehenden Auszeiten zu nutzen. Folgerichtig wurde der Satz in der Over-Time entschieden - die starken Berlinerinnen entschieden den Satz mit 29:27 nach 28 Spielminuten für sich. „Trotz des Spielverlaufs war ich mir sicher das wir den fünften Satz gewinnen und somit das Spiel“, sagte Spielführerin Anne Krohn und behielt recht. Die Young Copper Girls überließen nichts mehr dem Zufall und gewannen den Entscheidungssatz deutlich mit 15:10.

„Identisch zur Hinrunde, sind wir mit einem fast schon traditionsträchtigen 3:2-Sieg gegen Rudow in die Rückrunde gestartet. Besonders in den ersten beiden Sätzen haben wir vieles von dem umgesetzt, was wir uns in den vergangenen Wochen vorgenommen und erarbeitet hatten. Danach schlichen sich jedoch immer mehr Ungenauigkeiten und unnötige Fehler ein, die Rudow sofort bestraft hat. Der entscheidende 5. Satz hat dann aber wieder gezeigt, dass wir auf unsere mentale Stärke bauen können, die schon in der Hinrunde Erfolgsgarant in einigen knappen Spielen war“, analysierte Zuspielerin Swantje Basan den Spielverlauf nach dem Spiel.
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