Zwei Schildkröten im Anmarsch

von Anna Sosnowski
Fischbek. Dieses Schildkröten-Pärchen entdeckte Wochenblatt-Leser Maik Krebs bei einem Spaziergang durch die Fischbeker Heide. „Das sind Rotwangen-Schmuckschildkrö ten“, erklärt der Fischbeker und vermutet: „Die wurden wohl ausgesetzt und haben in der Heide ein neues Zuhause gefunden.“ Die dunkelgrünen Tierchen mit den markanten gelben Linien sind in Nordamerika heimisch und fühlen sich besonders in Süßwasser wohl. Doch können die beiden auch in der Heide überleben? Manuel Krause arbeitet als Ranger in der Fischbeker Heide und erklärt: „Sie können prima überleben. In unserem Kilma fühlen sie sich sehr wohl.“ Dennoch sei die Heide kein geeigneter Lebensraum für die Schildkröten, denn sie sind schädlich für die heimische Tierwelt. „Sie fressen Amphibien, Fische und Gelege der Bodenbrüter, eigentlich alles, was ins Maul passt“, sagt Krause. Er ärgert sich über Menschen, die ihre Haustiere in der Fischbeker Heide aussetzen. „In einem der Tümpel haben ausgesetzte Goldfische und Schildkröten bereits alle Kaulquappen aufgefressen“, sagt er wütend. Wie er das Problem lösen kann, will Krause jetzt mit seinem Arbeitgeber, der Umweltbehörde, klären. „Wir müssen uns einen Schlachtplan überlegen“, sagt der Ranger kämpferisch.
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