Zu Nass zum Bauen

So sieht die Brücke über die Alte Süderelbe zur Zeit aus. Wegen des Dauerregens sind die Arbeiten an der Umgehungsstraße seit Mitte Dezember unterbrochen. (Foto: ReGe)

Dauerregen stoppt Arbeiten an der Finkenwerder Umgehungsstraße

von Annekatrin Buruck, Finkenwerder
Sturm und Dauerregen: Seit Mitte Dezember ruhen die Arbeiten an der Umgehungsstraße Finkenwerder weitgehend. „Ein milder, aber nasser Winter beeinträchtigt Erdbauarbeiten genauso wie Frost und Schnee“, erklärt Reinhard Stadie, Projektleiter der Umgehungsstraße bei der Realisierungsgesellschaft Hamburg (ReGe).
Ob der geplante Fertigstellungstermin Ende Juli deswegen verschoben werden muss, ist noch unklar. „Das lässt sich nicht ausschließen“, bedauert Pressesprecher Björn Marzahn. Trotzdem will die ReGe auf jeden Fall versuchen, den Termin zu halten. „Sobald es trocken ist, fangen wir wieder an.“
Indes macht man sich in Finkenwerder Gedanken, wie es mit dem Verkehr im Ort nach Fertigstellung der Umfahrstraße weitergehen wird. „Nach einer Prognose werden immer noch rund 17.700 Fahrzeuge pro Tag auf dem Aue-Hauptdeich fahren, davon gut 1.000 Schwerlas-ter“, erklärte Hartwig Behrens, Regionalbeauftragter für Finkenwerder. Zur Zeit sind es 26.300 Fahrzeuge, darunter 1.450 Lkw.
Um Ideen zu sammeln, wie man den Durchgangsverkehr aus dem Ort heraushalten kann, hatte der Regionalausschuss zu einer öffentlichen Anhörung mit Experten aus Politik, Verwaltung und Polizei geladen.
Hier forderte Peter Dierking von der Initiative „Ortsumgehung jetzt“ ein Verkehrsleitsys-tem am Ortseingang. „Nicht der Autofahrer darf entscheiden, welchen Weg er nimmt“, betonte er, „es muss ihm durch Schilder vorgegeben werden.“
Beim Thema Schwerlastverkehr zum Flugzeugbauer Airbus gibt es ebenfalls eine Idee. „Für diese Fahrzeuge gilt die Beschränkung auf 3,5 Tonnen innerhalb Finkenwerders nicht, weil Airbus Anlieger ist“, erläuterte Behrens. Würde man Airbus aus dieser Anlieger-Zone herausnehmen, müsste der Zulieferverkehr die Umgehungsstraße benutzen. „Diese Lösung kostet wenig Geld, und die Entlastung käme sofort“, so Behrens.
Eine weitere Idee zur Verkehrsberuhigung brachte Rolf Zcernikow von der Polizei ins Gespräch. „Wir werden prüfen, ob Radfahrer auch auf der Fahrbahn fahren dürfen“, kündigte er an. Das würde den Verkehr insgesamt verlangsamen.
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