Zieht Edeka ins Krümet-Gebäude?

Bis zum Jahr 2017 läuft der Mietvertrag von Krümet – Edeka bemüht sich schon um „Einzugsgenehmigung“

Andreas Göhring, Neugraben – Noch trägt das Projekt den Stempel „vertraulich“, Auskünfte sind nur schwer zu bekommen – und doch sind viele schon eingeweiht: Der Einzelhandelsriese Edeka interessiert sich für das Gebäude am Sü-derelbering 1, in dem zurzeit noch Krümet Sonderposten anbietet. Eine offizielle Bestätigung ist allerdings noch nicht zu bekommen.
Dennoch sprechen eine Reihe von Fakten für den Plan. Schon in den Diskussionen über die Zukunft des Autohauses Rubbert an der Ecke Cuxhavener Straße/ Bauernweide richtete der damalige Chef-Stadtplaner des Bezirksamtes Harburg, Carl Henning von Ladiges, die Augen auf das Krümet-Gelände.
Dort sei im Gegensatz zur Rubbert-Immobilie ein Einzelhändler (Vollsortimenter) erlaubt, weil die Entfernung zum Neugrabener Markt hier – rund um das SEZ und die Marktpassage – geringer sei und damit weniger Kunden abgezogen würden. Das war 2001. „Der Mietvertrag von Krümet läuft aber erst Ende 2017 aus“, sagte von Ladiges damals. Was damals noch Zukunftsmusik war, ist inzwischen greifbar nah.

Mehr Bedarf aufgrund der Bewohner des Vogelkamps

So greifbar, dass sich Edeka schon um einen Bauvorbescheid bemühen soll. CDU-Kreischef Ralf-Dieter Fischer will das nicht bestätigen, so etwas werde in nicht-öffentlichen Sitzungen besprochen. Er könne sich aber vorstellen, dass die Gestaltung der Zu- und Abfahrten eine zentrale Rolle spielen dürfte.
Fischer: „Die Polizei lehnt wegen der Unfallgefahr jede weitere Möglichkeit zum Links abbiegen auf der B73 ab.“ Das gelte auch für die Ausfahrt aus dem jeweiligen Gelände.
Arend Wiese, SPD-Fraktionsvize in der Bezirksversammlung Harburg, sieht dagegen kaum Probleme für einen Edeka-Vorbescheid: „Im Grunde müssten die nur die Schilder von Krümet abhängen und die eigenen aufhängen.“ Alles andere sei eigentlich schon genehmigt. In diesem Bereich sei jedenfalls Einzelhandel erlaubt.
Strategisch würde dieser Standort für Edeka ebenfalls Sinn machen. Bisher ist der Konzern in der Region noch nicht vertreten, schielt aber immer nach Neu Wulmstorf, wo die Ansiedlung von Famila noch nicht vom Tisch ist.
Da muss der Konkurrenz-Konzern, zu dem neben Marktkauf eben auch Vollsortimenter Edeka und Discounter Netto gehören, gegenhalten.
Außerdem verspricht das Neubaugebiet Vogelkamp –  vormals Elbmosaik –  zusätzlichen Bedarf.
 auf anderen WebseitenSenden
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.