Wo steckt der Stempel?

2011 gab es zwei Preisträger: Die Präsidentin des Sportvereins HNT, Ines Sulzbacher, und der Neuenfelder SPD-Politiker, Manfred Hoffmann wurden für besondere Leistungen für die Süderelberegion ausgezeichnet. (Foto: Sabine Langner)

Geklaut oder verschlampt: Bezirksamt Harburg kann den Prägestempel für die Süderelbe-Thaler nicht finden

Jedes Jahr werden Menschen, die sich besonders in Süderelbe engagieren, mit dem Süderelbe-Thaler ausgezeichnet. Ursprünglich sind die ersten 30 Stück der kleinen silbernen Münzen 1991 von der Niederelbischen Volksbank, heute Hamburger Volksbank, gestiftet worden. Zuletzt freuen sich der 75-jährige Neuenfelder Feuerwehrmann Heinz Okelmann über die Ehrung beim Süderelbe Empfang im Mai diesen Jahres. Damit der Thaler auch im nächsten Jahr wieder vergeben werden kann, müssen jetzt neue Münzen her, denn die Vorräte sind aufgebraucht.
Das Problem: Der Prägestempel für die Münz-Rohlinge ist verschwunden. Ob ihn jemand gestohlen hat oder ob er verloren ging, lässt sich nicht mehr feststellen. „Gesucht haben wir alle“, sagt Peter Sielaff, SPD-Politiker, langjähriger Leiter des ehemaligen Ortsamts Süderelbe und selbst Preisträger. Der Stempel könnte, so Sielaff, zum Beispiel beim Umzug einiger Dienststellen des Ortsamtes in das Bezirksamt Harburg verloren gegangen sein.
Darüber, dass die Tradition fortgeführt werden soll, herrscht bei Harburgs Politikern Einigkeit. Alle Fraktionen in der Bezirksversammlung haben jetzt gemeinsam die Verwaltung beauftragt, einen neuen Prägestempel und neue Thaler zu besorgen. Diese könnten zum Beispiel bei Hamburg Münze angefertigt werden. Kostenpunkt für Stempel und 50 Rohlinge: 2.000 Euro. Finanziert wird die Neuanschaffung mit Haushaltsmitteln, denn von den 5.000 Euro, die für den Süderelbe Empfang 2012 vorgesehen waren, sind 2.400 Euro übrig geblieben. „Diesmal machen wir uns einen Vermerk darüber, wo der Prägestempel und die Thaler sind“, verspricht Sielaff.
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