Wo bleibt die Hundewiese?

Janina und Mattias Sibila aus Neu Wulmstorf machen sich für eine Hundefreilauffläche stark, damit ihre Vierbeiner auch in der Brut- und Setzzeit frei rumzulaufen dürfen.

Hundehalter-Initiative wirft Gemeindeverwaltung Desinteresse vor – die kontert: „Wir finden keine geeigneten Flächen!“

Seit neun Monaten kämpfen Janina und Mattias Sibila für eine Hundewiese in Neu Wulmstorf. Sie haben zahlreiche Mitstreiter gefunden, eine Initiative gegründet, über 800 Unterschriften gesammelt und Politiker mobilisiert, um die Gemeindeverwaltung zum Handeln zu bewegen. Ihre Forderungen: Die Einrichtung einer Fläche, auf der Hunde das ganze Jahr über – auch in der Brut- und Setzzeit der Vögel vom 1. April bis zum 15. Juli – frei rumlaufen dürfen. Zusätzlich sollen in Neu Wulmstorf Spender für Kotbeutel aufgestellt werden. Doch bisher sei nichts passiert, kritisieren die Hundehalter. „Die Gemeinde will die Sache hinauszögern, bis sie vom Tisch ist!“, ärgert sich Mattias Sibila.
Dabei habe man sich mit Gemeindevertretern zusammengesetzt, verschiedene Flächen vorgeschlagen und sei sogar bereit, mit anzupacken. „Wir würden auch Kompromisse eingehen und zum Beispiel die Pflege der Wiese übernehmen“, sagt Sibila. Auch Carmen Petrovici, die das Ehepaar gemeinsam mit ein paar weiteren Neu Wulmstorfer Hundebesitzern tatkräftig unterstützt, ist enttäuscht. „Die Gemeinde möchte einfach kein Geld investieren“, sagt sie. „Es heißt Dogstations wird es nur geben, wenn sich Sponsoren finden, und für die Hundewiese hat man keine geeignete Fläche.“
Tatächlich gebe es Probleme, eine Fläche zu finden, bestätigt Gemeinde-Sprecher Michael Krüger. Man habe etwa acht Grundstückseigentümer angesprochen, aber bisher keine Zusagen erhalten. Zudem eigne sich keine der Flächen, die die Hundehalter-Initiative vorgeschlagen hat. „Eine ist in Privatbesitz und zurzeit verpachtet. Die andere liegt im Naturschutzgebiet, wo freilaufende Hunde per Verordnung nicht zugelassen sind“, erklärt Krüger. Die Verwaltung suche jedoch weiter nach einem geeigneten Standort – schließlich liege dafür ein Prüfauftrag vom Gemeinderat vor.
Auch die sogenannten Dogstations habe man nicht vergessen. „Um den Haushalt zu schonen, wollen wir sie durch Werbung finanzieren“, erklärt Krüger. Solche Kotbeutelspender mit Werbeflächen hätten sich bereits in anderen Gemeinden bewährt. Krüger versichert: „Das Signal aus der Politik ist da. Die Dogstations werden kommen.“
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