Wo bitte gehts zur Umgehungsstraße?

Dieses Schild steht zu dicht an der Abzweigung in den Ortskern und ist zu klein, kritisieren die Finkenwerder SDP, CDU und FDP. Wer nicht sowieso weiß, wo er lang muss, ordnet sich falsch ein, befürchten Finkenwerder Ortspolitiker.

Finkenwerder Ortspolitiker fordern seit Monaten bessere Beschilderung – bisher ohne Erfolg

Autofahrer, die über den Aue Hauptdeich in Richtung Finkenwerder unterwegs sind, haben die Wahl: Sie können über die Umgehungsstraße oder durch den Ort fahren. Wer sich links einordnet, landet automatisch auf der Umgehungsstraße. Die rechte Spur biegt Richtung Ortskern ab. Ortskundige wissen das, zwei Schilder weisen alle anderen auf die Verkehrsführung hin. Doch das erste der Schilder steht erst 100 Meter vor der Einmündung – viel zu spät, meint Ralf Neubauer, SPD-Vorsitzender im Regionalausschuss. „Es entstehen oft gefährliche Situationen, da vor allem ortsunkundige Verkehrsteilnehmer im letzten Moment die Spur wechseln oder das zumindest versuchen“, sagt Neubauer.
Deshalb fordert seine Partei gemeinsam mit der CDU und FDP eine neue Beschilderung. Die Politiker wollen ein zentrales, großes Schild – am besten als Fahrbahnüberhang, wie am Finkenwerder Knoten. Auf diesem soll in Richtung Umgehungsstraße „Stade, Altes Land und Neuenfelde“, sowie „Airbus, Rüschhalbinsel“ stehen, daneben nur „Finkenwerder“ mit dem Hinweis 3,5 Tonnen, denn schwerere Lkw dürfen nicht durch den Ort fahren. „Die Überarbeitung der Beschilderung soll den Verkehr noch gezielter führen“, sagt Matthias Lloyd, Finkenwerders CDU-Chef. So könnten noch mehr Pkw und vor allem Lkw um den Ort herum geleitet werden und der Ortskern werde weiter entlastet.
Einen gemeinsamen Antrag der Parteien hat der Regionalausschuss bereits im September beschlossen. Doch die zuständige Behörde macht den Finken-
werdern jetzt einen Strich durch die Rechnung. Die Verkehrsdirektion lehnt die Vorschläge der Finkenwerder ab. „Altes Land“ sei auf dem Verkehrsschild nicht zulässig, weil es sich um eine touristische Attraktion handele, Neuenfelde habe keine verkehrliche Bedeutung, argumentiert man. Über den Verweis auf „Stade“ müsse die Verkehrsbehörde entscheiden, weil es sich hier um eine überörtliche Wegweisung handele. Von der Behörde heißt es, man prüfe die Sache zurzeit.
Die Finkenwerder wollen dennoch nicht aufgeben. „Die Formulierung und Begründung der Antwort macht deutlich, dass hier augenscheinlich Paragrafen und Verordnungen einer klugen und für jedermann begreiflichen Ausschilderung entgegenstehen. Wir werden hier nacharbeiten und eine Umsetzung, wie sie die Beschlusslage des Regionalausschusses vorsieht, einfordern“, sagt Matthias Lloyd.
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