„Wir wollen die Hundewiese behalten“

Schon dem ersten Aufruf der Initiative folgten rund 400 Anwohner. (Foto: Leinberger)

400 Bürger protestierten gegen die Flüchtlingsunterkunft, die auf der Wiese an der Buskehre entstehen soll

Andreas Göhring, Neugraben - Es war eine eindrucksvolle Demonstration! Genau gezählt hat sie keiner, aber es müssen wohl gut 400 Bürger gewesen sein, die sich am Sonntagmorgen auf der Hundewiese neben der Buskehre am südlichen Ende des Falkenbergsweg versammelt hatten. Ihr Protest richtet sich gegen Pläne des Senats, ausgerechnet in dem beliebten Naherholungsgebiet am Rand des Naturschutzgebiets Fischbeker Heide Holzhäuser für rund 500 Flüchtlinge aufzustellen.
„Wir haben einfach mal Nachbarn und Mitbürger zu diesem Treffen eingeladen“, sagt Nadine Leinberger vom Organisationsteam. Und sie waren beeindruckt, wie viele tatsächlich gekommen waren. Leinberger: „Bei dem Fototermin haben wir darauf geachtet, dass wir schonend mit der Natur umgehen.“ Nun will sich die „Bürgerinitiative für den Inhalt des Waldfriedens“ jeden Sonntag um 11.30 Uhr treffen, um Informationen auszutauschen und das weitere Vorgehen zu besprechen.

CDU und SPD unterstützen die Initiative

Andreas Bündert, einer der Gründer der Initiative stellt schon einmal klar: „Wir sind nicht fremdenfeindlich. Wir wissen, dass Flüchtlinge untergebracht werden müssen und dass alle gefordert sind, an der Lösung dieser Herausforderung mitzuarbeiten.“
Die Initiative sei politisch nicht rechts oder gar rechtsradikal. Sie setzt sich nur für den Erhalt der intakten Waldfrieden-Siedlung ein. Bündert: „Die Initiative wäre auch gegründet worden, wenn auf der Wiese eine vergleichbare Wohnsiedlung oder ein Supermarkt geplant werden würde.“
Inzwischen unterstützt auch die Politik die Forderung der Initiative. Sogar die SPD Harburg, die sich in der Regel ziemlich schwer tut, offen gegen Pläne des Senats aufzutreten, fordert nun die Behörden auf, die Planungen zurückzustellen.
Ralf-Dieter Fischer, mit seiner CDU Koalitionspartner der Harburger SPD, geht das nicht weit genug: Er fordert den Senat auf, diesen Plan für immer ad acta zu legen. Wenn der Senat dies nicht tut, hat Fischer schon einen Plan B. Er will juristisch gegen die Bebauung der Wiese vorgehen. Seiner Ansicht sei es nicht klar, ob die Wiese wirklich nicht Teil es umliegenden Naturschutzgebiets sei.

Treffen der Initiative
So, 11. Oktober, 11.30 Uhr
Wiese an der Buskehre der Linie 240
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1 Kommentar
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Stefan Ecks aus Neugraben | 07.10.2015 | 16:11  
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