„Wir werden uns steigern!“

Skeptischer Blick: Olaf Lakämper steht beim FC Süderelbe vor schwierigen Wochen, hat aber begründete Hoffnung auf eine Leistungssteigerung seines Teams. (Foto: pr)

Der Start des FC Süderelbe ist verkorkst, der neue Trainer Olaf Lakämper bleibt dennoch zuversichtlich

Rainer Ponik, Hamburg-Süd – Um seine Aufgabe ist Olaf Lakämper (48) momentan nicht zu beneiden. Der neue Cheftrainer der Oberligakicker vom FC Süderelbe, der im Sommer die Nachfolge von Jean Pierre Richter antrat, muss versuchen, aus einer Vielzahl an Zugängen und nur vier Spielern des letztjährigen Mannschaftskaders binnen kurzer Zeit ein wettbewerbsfähiges Team zu formen, das in Hamburgs stärkster Spielklasse bestehen kann.

Herr Lakämper, nachdem etliche Leistungsträger den FC Süderelbe verlassen haben, treten Sie ein schweres Erbe an. Was hat Sie dazu bewogen, diese Herausforderung anzunehmen?
Olaf Lakämper: Nach einer einjährigen Pause hat mich eine neue Aufgabe gereizt. Der FC Süderelbe ist ein Verein mit Tradition und einem guten Umfeld. Nachdem ich bislang nur in Niedersachsen aktiv war, war es sehr reizvoll für mich, mich auch in der Hamburger Oberliga zu beweisen.

Wie ist die Saisonvorbereitung aus Ihrer Sicht gelaufen?
Suboptimal! Ich bin – wie einige Spieler auch – sehr spät verpflichtet worden. Zudem gab es eine hohe Fluktuation. Die angekündigten Neuzugänge Tolga Odabas (zu BU) und Patrick Oliveira (möchte nach Meckelfeld) haben ihre Zusagen zurückgezogen und einige Spieler haben große Teile der Vorbereitung versäumt.

Alle drei bisherigen Saisonspiele gingen verloren. War mit diesem Fehlstart zu rechnen?
Wir sind unter schwierigen Voraussetzungen gestartet und hatten starke Gegner. Trotzdem ärgere ich mich sehr über die Niederlagen. Das neu formierte Team braucht noch Zeit um zusammenzuwachsen, aber wir müssen schon vorher Punkte sammeln.

An welchen Baustellen muss gearbeitet werden?
Vor allem am Defensivverhalten. Und damit meine ich nicht nur die Abwehr, sondern vor allem auch das Mittelfeld und die Angreifer, die defensiv mehr mitarbeiten müssen. Einige müssen zudem hart arbeiten, um ihren Trainingsrückstand aufzuholen.

Was macht Sie zuversichtlich, dass es bald aufwärts geht?
Dejan Sekac hat seine Verletzung auskuriert, und da jetzt auch Daniel Subasic aus dem Urlaub zurückgekehrt ist, haben wir endlich alle Spieler an Bord. Wenn alle gut mitziehen, werden wir uns in den nächsten Wochen sichern steigern können.

Wie stark schätzen Sie den nächsten Gegner SC Condor ein, gegen den Ihre Mannschaft am Freitag, 19. August um 20 Uhr am Kiesbarg antreten muss?
Ich habe Condor beobachtet, arbeite mit der Mannschaft im Training aber erstmal an der eigenen Entwicklung, statt alles auf den Gegner auszurichten.

Olaf Lakämper
Bis vor einem Jahr war Olaf Lakämper Trainer des niedersächsischen Landesligisten MTV Treubund Lüneburg, daneben war der 48-Jährige auch für das B-Jugend-Regionalligateam verantwortlich. Er ist Inhaber der A-Lizenz, dem zweithöchsten Ausbildungslevel im deutschen Fußball.
❱❱ www.fcsuederelbe.de
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