Wiedersehen in der alten Heimat

Wilma Evert, Johannes Tönnies, Rolf Ulatowski und Detlef Baade (v.l.) vom Arbeitskreis Flutdenkmal enthüllten im vergangenen Jahr die Erklärungstafel, in welchem Ausmaß die Flut 1962 über Waltershof hinwegtobte. Die Tafel wurde neben dem Gedenkstein mit den 43 Namen der Flutopfer aufgestellt. Nach der Flut zogen viele Bewohner aus Waltershof und der Dradenau weg. (Foto: pr)

Die Gemeinschaft ehemaliger Waltershofer/ Dradenauer trifft sich im internationalen Seamen´s Club Duckdalben

Karin Istel, Waltershof – Industrie, so weit man schaut. So sieht Waltershof heute aus. Doch bis Mitte der 70er Jahre hatten hier noch 4.096 Menschen ihr Zuhause. Sie machten auch die große Flut am 16./17. Februar 1962 mit. Nach der Flut wurden Waltershof und die Dradenau nach und nach als Siedlungsgebiet aufgegeben, Industrie wurde angesiedelt. Jetzt treffen sich ehemalige Bewohner des einstigen Stadtteils.

Wann ist das Treffen?
Sonnabend, 21. Februar, ab 11 Uhr. Dann ist im Internationalen Seamen´s Club Duckdalben eine Wiedersehensfeier geplant. Das Treffen findet dieses Jahr zum vierten Mal statt.

Warum gerade dieses Datum?
Traditionell verabreden sich die ehemaligen Bewohner des einstigen Hamburger Stadtteils am Sonnabend nach dem Jahrestag der Großen  Flut, um sich zu erinnern und zu entdecken, wohin es den einen oder anderen verschlagen hat. 2012, genau 50 Jahre nach der Flut, kam man zum ersten Mal zusammen. Detlef Baade und Johannes Tönnies vom Arbeitskreis Flutdenkmal organisierten das Treffen.

Johannes Tönnies, war das nicht...?
Der Postbote in Waltershof! „Ich habe mich geärgert, dass im Zusammenhang mit der großen Flut immer nur Wilhelmsburg erwähnt wird. Da habe ich ein Buch über die Flut und ihre Opfer in Waltershof geschrieben“, sagt er.
Gemeinsam mit den elf weiteren Mitgliedern des „Arbeitskreis Flutdenkmal“ sammelte er zwei Jahre für eine Tafel, auf der die Flutkatastrophe und ihre Auswirkungen auf Waltershof erklärt werden. Zu Anfang des vergangenen Jahres wurde die Tafel gleich neben dem Seemannsclub Duckdalben enthüllt. „Der Text ist in Deutsch und Englisch. Denn in den
Duckdalben kommen ja viele internationale Seeleute, die sich über das Geschehen informieren können“, so Tönnies.
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