Wie im Wohnzimmer: Musik aus dem Stegreif

Fred Kröger (l.) und Andy Plath bei einer spontanen Probe. (Foto: wit)

Die neunte Finkenwerder Jam Session steigt am Donnerstag, 31. März

Wittenburg/ Istel, Finkenwerder – Spontan Musik machen? Kein Problem auf der ehemaligen Elbinsel. Andy Plath und Fred Kröger bitten jeweils am letzten Donnerstag des Monats zur Jam Session – das nächste Mal am 31. März um 19 Uhr.
Spontan finden sich Musiker und Gäste in der „Stadt Hamburg“ zu einem Abend mit Livemusik ein. Die Atmosphäre gleicht einem Wohnzimmer-Konzert. Links und rechts neben dem Podium sitzen die Zuhörer, einige von ihnen nehmen auf dem Teppich vor der Bühne Platz.
Hobby-Bassist Fred Kröger freut sich: „Wir haben mit der ,Stadt Hamburg‘ am Auedeich 2 eine ideale Location für unsere Musikabende gefunden, denn das ist das einzige Gasthaus Finkenwerders mit einem Saal.“ Und Jazz-Schlagzeuger Andy Plath ergänzt: „Unser Publikum ist gemischt. Der Eintritt zu jeder Jam Session ist frei, für Spenden geht ein Hut herum.“
Eröffnet werden die Jam Sessions von professionellen Bands und Musikern. Haben die dem Publikum so richtig eingeheizt, heißt es „Bühne frei für die Jammer!“. Was dann passiert, weiß im Voraus keiner. Doch genau das mögen die 60 bis 80 Zuschauer, die durschnittlich die Abende besuchen.

Veranstalter möchten Geld von der Kultubehörde

Noch sind die Vorbereitungen für die Session mühsam: Die gesamte Ausrüstung muss immer für den jeweiligen Abend zusammengesucht und herangeschafft werden. Der 28-jährige Musiklehrer Plath ist für Organisation und Ablauf zuständig. Der 52-jährige Architekt Kröger ist mit der Bühnenplanung und der Beschaffung der nötigen Gelder beschäftigt.
Doch vielleicht ändert sich bald alles: Der Erfolg der Sessions hat die beiden Veranstalter zur Idee der „Kulturbühne“ inspiriert. Ihr
Ziel: ein regelmäßiges Angebot an kulturellen Events anzubieten. So müssten die Finkenwerder die Insel nicht verlassen, um gute Musik oder Kleinkunst in netter Atmosphäre zu erleben.
Gerade haben Plath und Kröger einen Antrag auf finanzielle Förderung durch die Kulturbehörde der Stadt gestellt. Andy Plath: „Wir stehen in den Startlöchern, warten auf das Go der Behörde. Dann können wir regelmäßige Konzerte und Veranstaltungen aller Coleur anbieten.“
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