Wer zum BGZ will, kommt am besten zu Fuß!

Die Straßen um das BGZ sind zu eng und eignen sich nach Polizeiangaben für ein verkehrsberuhigtes Wohngebiet – wie es nördlich des Komplexes im Elbmosaik ensteht. Jetzt müssen die Straßen von 4,75 Meter auf mindestens 6 Meter Breite ausgeweitet werden.

Total verplant: Die Zufahrtstraßen rund um den Neugrabener Neubau sind viel zu schmal

Noch vor der offiziellen Eröffnung gibt es bereits Ärger um das 27 Millionen teure BGZ Süderelbe: Die Zufahrtstraßen Am Johannisland im Westen, Ackerweg im Süden und Torfstecherweg im Norden des Gebäudekomplexes sind mit 4,75 Metern viel zu schmal. „Die Straßen sind ungeeignet für die Anbindung einer Schule, einer Turnhalle und eines Bürgerzentrums“, kritisiert Hauptkommissar Rolf Zcernikow, im Polizeikommissariat 47 für Straßen und Verkehr zuständig. Er hält die Verkehrssituation rund ums BGZ für „stark verbesserungswürdig“.
Für das Kulturhaus Süderelbe begann der Ärger schon mit dem Umzug. „Unser Lkw durfte nicht vor dem Haus halten. Wir mussten die Karton ums Gebäude herum tragen“, berichtet Dörte Ellerbrock vom Kulturhaus kopfschüttelnd. Denn in den drei Straßen gilt absolutes Halteverbot, das bei einer Straßenbreite von 4,75 Metern schon per Gesetz herrscht, um Feuerwehr- und Rettungsfahrzeugen ungehinderte Zufahrt zu gewähren. Diese Fahrzeuge brauchen mindestens 3,05 Meter Platz.
Doch auch ohne parkende Autos ist es eng in den Straßen um das BGZ. Pkw kommen nur knapp aneinander vorbei, für Reisebusse ist das schon nicht mehr möglich – ganz abgesehen davon, dass sie nirgendwo halten dürfen, um ihre Passagiere ein- und aussteigen zu lassen. Für größere Busse stellt sich ein weiteres Problem: Sie können das BGZ zwar über den Torfstecherweg anfahren, doch am Ackerweg versperrt ihnen eine 3,50 Meter hoch hängende Fußgängerbrücke die Ausfahrt auf den Süderelbebogen. Wendemöglichkeiten gibt es nicht.
Jürgen Heimath, SPD-Fraktionsvorsitzende in der Bezirksversammlung, findet deutliche Worte für die Verkehrssituation: „Das ist ein Schildbürgerstreich!“, sagt er. Die Verantwortung für diese eklatante Fehlplanung liege bei der Verwaltung, so Heimath. Und die müsse jetzt schleunigst nachbessern.
Dafür liefen zurzeit die Planungen, versichert Baudezernent Jörg Penner. Die Straßen sollen „zu Lasten des BGZ Vorplatzes“ verbreitert werden. Doch warum wurde ursprünglich so eng gebaut? Penner: „Die Straßen sind 2007 fertiggestellt worden, als vom BGZ noch gar keine Rede war.“ Damals sei nur das Wohngebiet Elbmosaik und eine Schule direkt am Kreisel am Süderelbebogen geplant gewesen. Nachdem man sich entschieden hatte, statt Reihenhäuser das Zentrum zu bauen, hätte es keine finanziellen Mittel für eine Umgestaltung der Zufahrtstraßen gegeben, so Penner. Wie teuer der Umbau jetzt wird, steht noch nicht fest.
 auf anderen Webseiten Twittern Senden
1 Kommentar zum Beitrag
610
Jürgen Lohse aus Neugraben am 21.02.2012 um 18:21 Uhr  
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.

Meistgelesene Beiträge des Autors

1 Bild

Folter-Pornos mit Babys 1

Anna Sosnowski aus Neugraben | am 06.09.2011 | 2090 mal gelesen

Hamburg: sandbek | Wolfram H. (56) gesteht vor Gericht: Der Sandbeker hat Kinder von Bekannten missbraucht und sich dabei gefilmt - von Anna Sosnowski Sandbek. An einem Tag Ende April brach für Svenja Franke die Welt zusammen. „Die Polizei stand bei mir vor der Tür, zeigte mir ein Foto und fragte, ob ich diesen Mann kenne“, erinnert sich die Hausfrau aus Harburg. Sofort erkannte sie Wolfram Erwin H. und antwortete: „Das ist seit elf Jahren...

1 Bild

Neuenfelde: Grünes Licht für neue Ärztin

Anna Sosnowski aus Neugraben | am 15.09.2011 | 1429 mal gelesen

Hamburg: Neuenfelde | Cranzer Arzt zieht Einspruch zurück – Allgemeinmedizinerin Bettina Marks will Praxis in Neuenfelde am 1. November eröffnen - Das Drama um die neue Ärztin für Neuenfelde ist endlich beendet: Nach monatelangem Hin und Her hat der Zulassungsausschuss – ein Gremium aus Ärzten und Vertretern der Krankenkassen – endgültig grünes Licht für die Praxiseröffnung in Neuenfelde gegeben. Zum Hintergrund: Nachdem der Ausschuss bereits...

3 Bilder

Kunst in der Sauna

Anna Sosnowski aus Neugraben | am 12.06.2012 | 1382 mal gelesen

Jetzt zweimal pro Woche: Das Inselatelier ist umgezogen - ch. v. savigny, Wilhelmsburg Sie malen, basteln und fotografieren – und finden damit einen Weg, um sich auszu- drücken: Seit einem Dreivierteljahr existiert in Kirchdorf-Süd das Inselatelier, bei dem Behinderte und Nicht-Behinderte regelmäßig zusammen kreativ sein dürfen. Jetzt hat die Einrichtung erstmals eine dauerhafte Bleibe gefunden: Neuer Standort ist in den...

Ähnliche Beiträge

1 Bild

Wo bleibt die Hundewiese?

Anna Sosnowski aus Neugraben | am 04.12.2012 | 101 mal gelesen

Hundehalter-Initiative wirft Gemeindeverwaltung Desinteresse vor – die kontert: „Wir finden keine geeigneten Flächen!“ - Seit neun Monaten kämpfen Janina und Mattias Sibila für eine Hundewiese in Neu Wulmstorf. Sie haben zahlreiche Mitstreiter gefunden, eine Initiative gegründet, über 800 Unterschriften gesammelt und Politiker mobilisiert, um die Gemeindeverwaltung zum Handeln zu bewegen. Ihre Forderungen: Die Einrichtung...

3 Bilder

„Diese Wohnung macht mich krank!“ 1

Anna Sosnowski aus Neugraben | am 15.01.2013 | 266 mal gelesen

Verschimmelte Keller und Schlafräume: Mieter werfen Vermieter Untätigkeit vor - Mein Schlafzimmer riecht nach Moder“, sagt Sabine Herrmann. Immer wieder hat sie ihre Zwei-Zimmer-Wohnung in der Stader Straße 130 nach Schimmel abgesucht, doch gefunden hat sie lange Zeit nichts. Bis August 2012. „Ich musste mein Bett von der Wand schieben, weil das Handy dahinter gerutscht ist. An der Wand war auf einmal ein großer schwarzer...

4 Bilder

Alle fünf Meter ein Hundehaufen

Anna Sosnowski aus Neugraben | am 22.01.2013 | 91 mal gelesen

Neuwiedenthalerin ärgert sich über verdreckte Wiesen und Gehwege - Hier liegt alle fünf Meter ein Hundehaufen. Das ist doch ekelhaft“, sagt Eleonore Forster. Auf ihren Rollator gelehnt steht die Rentnerin vor einer Wiese in der Grünanlage Rehrstieg. Fast täglich kommt sie hier bei ihren Spaziergängen durch Neuwiedenthal vorbei. Und immer wieder ärgert sie die Faulheit der Hundehalter. „Ich habe selbst vier Hunde gehabt und...