Wer soll das BGZ Süderelbe leiten?

Die Zeit drängt: In wenigen Wochen hat das Bildungs- und Gemeinschaftszentrum Süderelbe kein Centermanagement mehr. Foto: as

Centermanagement des Bildungs- und Gemeinschaftszentrums läuft zum 30. April aus – es liegen zwei Bewerbungen vor

Von Anna Sosnowski.
Im Februar 2012 wurde das Bildungs- und Gemeinschaftszentrum (BGZ) Süderelbe am Neugrabener Bahnhof eröffnet. Seitdem teilen sich eine Ganztagsgrundschule, eine Kita, die Jugendfreizeitlounge, das Sportstudio der Hausbruch Neugrabener Turnerschaft (HNT), die Volleyballmannschaft von Aurubis, das Kulturhaus Süderelbe und die Evangelische Beratungsstelle den 27 Millionen teuren und rund 17.500 Quadratmeter großen Komplex. Ihre Interessen und Aktivitäten hat bislang die Stadtteilentwicklungsgesellschaft steg im Rahmen eines Pilotprojektes koordiniert. Doch das Projekt läuft Ende April aus und noch immer ist unklar, wer das Centermanagement übernimmt.
Der Bezirksverwaltung liegen zwei Angebote von Interessenten vor, die zurzeit geprüft werden. „Das Kulturhaus und die steg haben sich beworben“, erklärt Jürgen Heimath (SPD). Beide möchten das Mangement mit Unterstützung der HNT und der Schule übernehmen. Sobald die Verwaltung grünes Licht gibt, berät ein Beirat, dem unter anderem Vertreter aller Parteien der Bezirksversammlung angehören, über die Angebote. Neben Heimath ist auch Martin Hoschützky (CDU) Mitglied des Beirats. „Wir schauen relativ kurzfristig, ob es bei den beiden Bewerbungen bleibt, oder ob sich steg und Kulturhaus zusammentun und treffen noch in diesem Monat eine Entscheidung“, sagt er.
Mike Nitsch, Vorsitzender des Kulturhauses: „Jede Lösung, die das BGZ weiterbringt, ist sinnvoll. Wir stehen bereit und würden das Centermanagement gerne übernehmen.“ Dabei könne das Kulturhaus, das seit über 30 Jahren in der Stadtteilkultur aktiv ist, auf seine bisherige Erfahrung zurückgreifen. „Wir stellen schon für unseren Kursbetrieb Räume bereit, letztendlich würden nur noch ein paar dazu kommen“, so Nitsch.
Dennoch wäre ein externes Centermanagement sinnvoller, sagt Ralf-Dieter Fischer (CDU). „Das hat die Bezirksversammlung vor Jahren einstimmig beschlossen, weil so verhindert werden soll, dass es zu Interessenskonflikten kommt“, meint er. Doch dafür fehle Geld, eine dauerhafte Finanzierung des Centermanagements gibt es nicht. Für 2013 hat der Bezirk als Übergangslösung 60.000 Euro aus dem Quartiersfonds zur Verfügung gestellt. Langfristig müssten die beteiligten Behörden, darunter die Sozial-, Schul- und Kulturbehörde, die Kosten tragen, fordert Fischer. „Bisher ist es nicht gelungen, sie in die Verantwortung zu nehmen.“
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