Wenn kein Bus fährt, kommt der Rufbus

Zurzeit betreibt die Firma Taxiruf-Tille den Rufbus in Neu Wulmstorf. Steht das neue Konzept, wird es eine öffentliche Ausschreibung geben. (Foto: Martin Gapa/pixelio)

Neu Wulmstorf: Beliebtes Sammeltaxi bekommt neues Konzept

Immer dann, wenn keine öffentlichen Verkehrmittel fahren, kann man in Neu Wulmstorf ein Sammeltaxi rufen. Die Fahrt mit dem sogenannten Rufbus ist günstiger als mit einem normalen Taxi – je nach Entfernung zwei oder drei Euro pro Strecke – und vor allem für Menschen, die am Rand der Gemeinde wohnen, eine gute Alternative. Seit 1993 rollt das Sammeltaxi zwischen seinen Haltepunkten durch Neu Wulmstorf. Und es soll weiterrollen, wenn auch mit einem neuen Konzept.
Der Rufbus muss bestimmte Vorraussetzungen erfüllen: „Er darf weder mit dem öffentlichen Personennahverkehr noch mit privaten Taxiunternehmen konkurrieren“, erklärt Gemeindesprecher Michael Krüger. Das sei nach der jüngsten Erweiterung des Busangebotes jedoch nicht mehr der Fall. Denn mit dem Winterfahrplan 2011 wurde unter anderem die Taktung der Linien 540 und 440 erhöht. Auf bestimmten Strecken komme das Zusatzangebot damit dem Nahverkehr in die Quere und deshalb müsse ein neues Rufbus-Konzept her.
Um es auszuarbeiten, lässt sich die Gemeindeverwaltung von externen Experten unter die Arme greifen. Kostenpunkt: 5.600 Euro. „Das ist notwendig, weil wir allen gesetzlichen Vorgaben gerecht werden müssen“, erklärt Hans-Heinrich Kanebley (CDU), Vorsitzender des Verkehrsausschusses. So müsste unter anderem das Konzept auf die neue Taktung der Busse abgestimmt werden und neue Haltepunkte müssten festgelegt werden.
Doch bevor es los gehen kann, muss der Gemeinderat in seiner Haushaltsitzung Ende Januar grünes Licht geben. Dann ist Eile angesagt, denn der jetztige von Taxiruf-Tille betriebene Rufbus darf nur noch bis Ende März fahren. Sobald ein neues Konzept steht, folgt eine öffentliche Ausschreibung und Unternehmen können sich um die Konzession bewerben.
Wie wichtig das Sammeltaxi ist, zeigt die Statistik: der Rufbus rückte 2011 8.500 Mal aus, 2010 waren es 8.100 Fahrten. Gerufen wird er beispielsweise von Bewohnern der Heidesiedlung, in der es nur wenige Bushaltestellen gibt. „Dort wohnen viele ältere Menschen. Wir wollen, dass auch sie mobil bleiben und problemlos in den Kernort kommen“, erklärt Michael Krüger. 2011 hat die Gemeinde den Rufbus mit 21.000 Euro bezuschusst, 15.000 gab der Landkreis Harburg dazu.
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