Wenn die Eltern die Lehrer nicht verstehen

Für das neue Projekt „Kulturdolmetscher“ suchen die „In Via“-Mitarbeiterinnen Eva Janßen, Janina Eggers und Nina von Ohlen (v.l.) Ehrenamtliche. Interessierte können sich im Büro des Vereins im Stubbenhof 1 melden.

Ehrenamtliche für neues „In Via“-Projekt gesucht: „Kulturdolmetscher“ unterstützen ausländische Eltern bei Gesprächen in der Schule

Eltern, die kaum oder gar nicht Deutsch sprechen, haben nur wenige Möglichkeiten, sich aktiv an der schulischen Erziehung ihrer Kinder zu beteiligen, weiß Nina von Ohlen, Mitarbeiterin beim Verein „In Via“. „Dabei sind sie ein Schlüssel, für die Entwicklung ihrer Kinder“, sagt von Ohlen. Um die Sprachbarriere zwischen Eltern und Lehrern zu überwinden, hat der katholische Verein jetzt ein neues Projekt ins Leben gerufen: „Kulturdolmetscher.“ Dafür sucht In Via jetzt Ehrenamtliche, die Russisch, Polnisch, Türkisch, Persisch, Afghanisch oder Französisch sprechen.
„Wir möchten bei Eltern Hemmschwellen abbauen“, erklärt von Ohlen. „Wenn sie nicht alleine auftreten müssen und jemanden haben, der sie in die Schule begleitet, sind sie motivierter, sich einzubringen.“ Zudem würden Mütter und Väter in der Schule immer mehr gefordert werden. So müssten sie zum Beispiel bei sogenannten Lernentwicklungsgesprächen gemeinsam mit ihren Kindern und deren Lehrern Ziele entwickeln, bei denen sie ihre Kinder unterstützen sollen. Mangelnde Sprachkenntnisse seien hier für ausländische Eltern eine unüberwindbare Hürde, weiß von Ohlen.
Einige Eltern suchen Rat beim Dolmetscherservice, den In Via zwei Mal die Woche in seinem Büro im Stubbenhof 1 anbietet. Dort berät ein fester Stamm von fünf Ehrenamtlichen Menschen mit ausländischen Wurzeln auf Englisch, Französisch und Spanisch unter anderem bei Behördenangelegenheiten. „Zu uns kommen oft Familien mit Schreiben von Schulen“, erzählt von Ohlen.
Die „Kulturdolmetscher“ sollen nach den Sommerferien zuerst an der Stadtteilschule Süderelbe und der Schule Lange Striepen eingesetzt werden, später im gesamten Bezirk Harburg. Sie werden im Vorwege von In Via geschult. Wer Lust hat, sich ehrenamtlich bei dem Projekt zu engagieren, eine der benötigten Fremdsprachen beherrscht und etwa ein bis zwei Mal im Monat für ein paar Stunden Zeit hat, kann sich beim Info-Abend am Donnerstag, 2. August, im Stubbenhof 1 über das neue Projekt informieren oder sich mit In Via unter
Tel. 79 61 26 65 direkt in Verbindung setzen. Zusätzlich sucht In Via ehrenamtliche Verstärkung für den Elterntreff in Süderelbe.
 auf anderen WebseitenSenden
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.