Weiter Ärger um Haus am Elbdeich

Im Dezember sollen drei Ex-Sicherungsverwahrte in das Haus am Moorburger Elbdeich einziehen. Zuvor werden im Obergeschoss drei seperate Wohnungen eingerichtet, alle Fenster und Türen erneuert und im Erdgeschoss Räume für Polizei und die Betreuer der Männer eingerichtet. (Foto: Foto: Andre Lenthe)

Bauarbeiten an der Kate im Moorburger Elbdeich laufen – CDU kritisiert Baugenehmigung und fordert Aufklärung

Neuer Ärger um die Unterbringung der drei Ex-Sicherungsverwahrten in Moorburg. Bevor die Männer im Dezember in das Haus am Moorburger Elbdeich einziehen, muss es weitreichend umgebaut werden. So sollen zum Beispiel im Obergeschoss drei seperate Wohnungen entstehen. Dafür hat die Bauaufsichtsbehörde am 24. September eine Genehmigung erteilt. Das Brisante: Zuvor durfte das Obergeschoss lediglich als Räucherkammer genutzt werden. Offenbar hatte der Vorbesitzer es jedoch ohne Baugenehmigung und damit illegal zum Wohnen ausgebaut. Somit ist das Gebäude faktisch ein Schwarzbau.
Für die neue Baugenehmigung hagelt es nun von der CDU Kritik. „Die Verwaltung hat sich nicht darum gekümmert, dass das Gebäude ein Schwarzbau war“, sagt Harburgs CDU-Chef Ralf-Dieter Fischer. Es bestünde zwar die Möglichkeit, einen solchen Bau nachträglich zu legalisieren, doch das sei nicht geschehen. „Dafür muss vor Ort die Statik überprüft und festgestellt werden, ob das Haus zum Wohnen genutzt werden kann“, so Fischer. Seine Partei fordert von der Verwaltung nun Aufklärung. Zudem will die CDU wissen, ob auch andere Grundeigentümer in Moorburg mit einer nachträglichen Legalisierung von Schwarzbauten rechnen dürften.
Bezirksamtsprecherin Petra Schulz kontert, dass die Genehmigungslage in der Vergangenheit für die aktuelle Baugenehmigung nicht von Belang sei. Man wolle die Sache dennoch mit der Hamburg Port Authority (HPA) prüfen. HPA muss für alle Baumaßnahmen in Moorburg eine Ausnahmegenehmigung erteilen, seitdem der Stadtteil 1982 Teil des Hafenerweiterungsgebietes wurde.
Unterdessen sind die Bauarbeiten an dem um 1990 errichteten Haus, das sich im Besitz der Stadt befindet, bereits voll am Laufen. Laut Saga, die das Haus für die Stadt verwaltet, sei man im Zeitplan und werde bis Dezember fertig.
 auf anderen WebseitenSenden
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.