Wegwerfen? Bloß nicht!

Die siebenjährige Leona besuchte mit der Apfelschule den Obstbauernhof Quast und ist nun eine kleine Expertin in Sachen Äpfel. (Foto: pr)

Bezirksamt Harburg zeichnete drei Projekte für den bewussten Umgang mit Sachen und Rohstoffen aus

Hamburg-Süd - Gespannte Stille im Haus der Kirche in Harburg. Wer würde für seinen guten Umgang mit Rohstoffen den diesjährigen Nachhaltigkeitspreis verliehen bekommen? Beworben hatten sich insgesamt 18 Projekte, ausgezeichnet wurde eine Ini-tiative aus Neuwiedenthal und zwei Harburger Projekte. Außerdem wurde das Harburger Zentrum für Energie-, Wasser- und Umwelttechnik der Handwerkskammer Hamburg gewürdigt.

Wie viele Initiativen hatten sich beworben?
Von insgesamt 18 Initiativen gehörten elf zum Bereich Bildung, vier zum Handwerk, zwei zum Umwelt- und Ressourcenschutz und eine Initiative zum Bereich Kultur.

Zum wie vielten Mal wurde der Preis verliehen?
Zum zweiten Mal.

Wer bekam welchen Preis?
Den dritten Platz belegte das Repair Café in Harburg. Hier kann jeder seine kaputten oder nicht funktionierenden Sachen – wie beispielsweise eine Lampe, ein Föhn oder Kleidung – vorbeibringen und versuchen, sie zu reparieren. Verschiedene Fachleute helfen den Café-Besuchern dabei – kostenlos.
Für diese Idee, Sachen statt wegzuwerfen zu repapieren, gingen 400 Euro an das Café.

Platz zwei belegte die Katholische Schule Harburg mit dem Projekt „Lab in a drop“, auf Deutsch: Laboratorium in einem Tropfen. An der Schule werden in naturwissenschaftlichen Fächern mit Tropfflaschen und Objektträgern Experimente gemacht. So werden Chemikalien eingespart, die bei Versuchen in Reagenzgläsern nötig wären. Das war der Jury 600 Euro wert.

Den ersten Preis sicherte sich
das Stadtteilmarketing mit seiner „Neuwiedenthaler Apfelschule“. Kinder dreier Grundschulen aus dem Gebiet Neugraben/ Neuwiedenthal
besuchten zu verschiedenen Jahreszeiten einen Obsthof in der Nähe. Dort lernten sie den ökologischen Obstanbau, die Entwicklung der Äpfel durch das Jahr sowie den Umgang mit Schädlingen und Nützlingen kennen. Sie durften mit an-
packen und verschiedene Rezepte aus Äpfeln ausprobieren.
Am Ende des „Apfeljahres“ wurden von den Schulklassen eigene Apfelrezepte auf dem Apfelfest im Einkaufszentrum Galleria angeboten. Außerdem wurden 700 Liter Saft aus selbst gepflückten Äpfeln mit einer großen Handpresse hergestellt und verkauft.
Super Idee, fand die Jury, und honorierte die Apfelschule mit 1.000 Euro.

Infos: Was ist Nachhaltigkeit?
Der Begriff „Nachhaltigkeit“, „Nachhaltige Entwicklung" oder auch „sustainable development“ wird heute in vielen Zusammenhängen genutzt. Der von der Bundesregierung berufene „Rat für Nachhaltige Ent-
wicklung“ beschreibt Nachhaltigkeit so: „Nachhaltige Entwicklung heißt, Umweltgesichtspunkte gleichberechtigt mit sozialen und wirtschaftlichen Gesichtspunkten zu berücksichtigen. Zukunftsfähig wirtschaften bedeutet also: Wir müssen unseren Kindern und Enkelkindern ein intaktes ökologisches, soziales und ökonomisches Gefüge hinterlassen. Das eine ist ohne das andere nicht zu haben.“ Quelle: Lexikon für Nachhaltigkeit
 auf anderen WebseitenSenden
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.