Was passiert mit der alten Villa Jägerhof?

Das Grundstück rund um die alte Villa Jägerhof darf nicht mehr betreten werden. (Foto: mag)

Das alte Kulturhaus am Ehestorfer Heuweg gammelt – zukünftige Nutzung ist noch völlig unklar

Andreas Göhring, Hausbruch - Es war still geworden um die Villa „Jägerhof“ – einst das Ortsamt Süderelbe, ab 1980 das Kulturhaus Süderelbe und seit gut drei Jahren vernachlässigte Immobilie mit hohem Sanierungsbedarf. Die Stille scheint allerdings kein Indiz dafür zu sein, dass sich nichts tut. Es ist kein Geheimnis: Die nahe gelegene Rudolf-Steiner-Schule interessiert sich für das Gebäude, will dort einen Bewegungskindergarten mit Waldorfpädagogik einrichten.
Aber selbst das will einer der Lehrer, Klaus-Michael Maurer, nicht bestätigen. Er sagt nur: „Wir können jetzt kein Sperrfeuer brauchen.“ Offenbar hat das Kollegium der Privatschule schlechte Erfahrungen mit der Öffentlichkeit gemacht, man verhandelt mit der Finanzbehörde über den Kauf von Haus und Grundstück lieber hinter verschlossenen Türen. Verhandlungen gibt es, das ist sicher. Bisher soll man sich noch nicht auf einen Preis geeinigt haben.
Vor Jahren hatte sich auch das Deutsche Rote Kreuz für die alte Villa interessiert. Das bestätigt der Harburger Kreisgeschäftsführer Harald Krüger: „Ja, als wir noch eine geeignete Immobilie für unser Hospiz suchten. Der Jägerhof war aber räumlich nicht wirklich gut geeignet.“ Vermutlich wäre der Umbau unverhältnismäßig teuer geworden.

Fachbehörden haben Zeit,
wichtige Infos rauszugeben


Da im Moment öffentlich nicht viel geredet wird, blühen die Spekulationen. So soll es Pläne geben, das Haus am Ehestorfer Heuweg für die Unterbringung von unbegleiteten minderjährigen Flüchtlingen zu nutzen. Ein Anruf in der Sozialbehörde zeigt aber, dass daran nichts ist. „Das Gerücht stimmt nicht. Der Landesbetrieb Erziehung und Beratung plant an dieser Stelle keine Unterkunft“, sagt Marcel Schweitzer, Sprecher der Sozialbehörde.
Sperrfeuer hin oder her: Robert Timmann, Vorsitzender des CDU-Ortsverbands Hausbruch, will nicht länger warten und bittet die beteiligten Behörden um Auskunft. Er will unter anderem wissen, welchen Kaufpreis die Finanzbehörde für angemessen hält und ob es noch andere Interessenten gibt.
Da Fachbehörden mehrere Wochen Zeit haben, Fragen zu beantworten, wird es bei der nächsten Sitzung der Bezirksversammlung am 26. Mai noch keine Klarheit geben.
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