Vorerst Entwarnung für Neuenfelder Kindergruppe

Das Außengelände des Kinderzentrums am Liedenkummer Bogen ist naturnah gestaltet. Ein idealer Abenteuerspielplatz für die Jungen und Mädchen. (Foto: Annekatrin Buruck)

Bezirk Harburg streicht 211.000 Euro bei offener Kinder- und Jugendarbeit – Finanzierung für 2013 trotzdem gesichert

von Annekatrin Buruck/ Anna Sosnowski, Neuenfelde
Gute Nachricht für die Nachmittagsbetreuung im DRK-Kinderzentrum Neuenfelde: Obwohl der Jugendhilfeausschuss im Bezirk Harburg die vom Senat geplante Streichung von 211.000 Euro für die offene Kinder- und Jugendarbeit schließlich im zweiten Anlauf doch beschlossen hat, soll die Nachmittagsgruppe zumindest noch im nächsten Jahr erhalten bleiben. Denn Restgelder in Höhe von 190.000 Euro, die der Bezirk für offene Kinder- und Jugendarbeit vorgesehen hat und die in diesem Jahr nicht ausgegeben wurden, machen die Finanzierung möglich.
„Wir waren sparsam und dürfen dieses Geld jetzt weiter benutzen“, erklärt Heinke Ehlers, Vorsitzende des Jugendhilfeausschusses. Außerdem hat der Bezirk Gelder aus dem landesweiten Überbrückungsfond beantragt. Auch damit können von der Schließung bedrohte Projekte ein Jahr lang weiter bezahlt werden. „Welche Projekt hier in Frage kommen, muss jedoch geprüft werden“, erklärt Ehlers.
Von Entwarnung will die Grünen-Politikerin noch nicht sprechen. „Wir haben das Problem nur um ein Jahr verlagert“, sagt sie. Denn übrig gebliebene Gelder wird es im Jahr 2014 vermutlich nicht mehr geben. Jetzt habe der Jugendhilfeausschuss zumindest ein Jahr Zeit, um eine dauerhafte Lösung zu finden, so Ehlers.
Sabine Suhr, Leiterin des Kinderzentrums Neuenfelde, ist dennoch erleichtert. Sie hatte schweren Herzens schon damit begonnen, für die acht Kinder der Nachmittagsgruppe Plätze in einem Hort zu suchen. „Diese Kinder brauchen aber besonders intensive Hilfen“, weiß die Leiterin. Die Jungen und Mädchen kommen aus sozial benachteiligten Elternhäusern, haben Probleme in der Schule und dem sozialen Miteinander. „Eine normale Hortgruppe ist mit 15 Kindern viel zu groß.“ In Neuenfelde kümmern sich dagegen zwei Erzieherinnen und eine Mitarbeiterin der Regionalen Beratungs- und Unterstützungestellen (Rebus) um die kleine Gruppe. Sie helfen bei den Hausaufgaben sowie bei Problemen in Schule oder Familie.
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