Und wer macht das jetzt weg?!

Hier, kurz vor der Kreuzung Hausbrucher Bahnhofstraße/ Wiedenthaler Bogen liegt seit zwei Monaten eine mit Bauschutt gefüllte Big Bag. Keiner fühlte sich bislang zuständig, den Müll zu entsorgen. Das ist nicht nur ärgerlich, sondern auch gefährlich.

Eine riesige Tragetasche mit Baumüll liegt auf dem Gras – keiner fühlt sich für die Entsorgung zuständig

Hausbruch - Die riesige Tragetasche liegt seit zwei Monaten auf dem Grasstreifen neben dem Gehweg in Höhe der Hausbrucher Bahnhofstraße 10. Sie ist prall gefüllt mit Bauschutt. Die Tragetasche verschandelt die Gegend. Klare Sache: Die sogenannte Big Bag muss weg. Doch keiner fühlt sich dafür zuständig.
Seit Anfang Dezember liegt die grün-weiße Tragetüte auf dem Grasstreifen kurz vor der Kreuzung Hausbrucher Bahnhofstraße/ Wiedenthaler Bogen. Wer hineinschaut, entdeckt Betontrümmer, ein schwarzes Rohr und gelbe Plastiktüten ­– kurz: fast einen Kubikmeter Bauschutt. „Wir wissen nicht , wer die Tüte dort hingestellt hat“, sagt Anwohner Johannes R. (Name der Redaktion bekannt). Er ist sauer, dass Bauabfälle einfach am Gehwegrand entsorgt werden. „So geht das nicht! Die Tüte muss weg!“
Also ergriff er die Initiative. „Ich rief erst einmal bei der Firma an, deren Name auf der Tüte steht“, erinnert er sich. „Die sagten mir, sie seien nicht zuständig.“
„Wir verkaufen die Big Bags. Da steht zwar unsere Werbung drauf, verantwortlich für die Entsorgung ist aber derjenige, der den Müll hineingefüllt hat“, bestätigt Geschäftsführer Dr. Henner Buhck.
Als nächstes rief der engagierte Anwohner die Polizei an. „Ein Peterwagen war hier, und die Polizisten machten Fotos. Dann brachten sie noch so rot-weißes Flatterband an - und fuhren weg. Es blieb alles so liegen, wie´s war“, erinnert er sich.
„Die Abholung ist keine Sache der Polizei“, hält Sprecher Andreas Schöpflin dagegen. Petra Conrad aus dem zuständigen Polizeikommissariat (PK) 47 erklärt: „Wir haben versucht, den Verursacher zu ermitteln, konnten aber keinen feststellen. Da haben wir die Müllhotline angerufen. Es wurde uns zugesagt, dass der Müll umgehend abgeholt wird.“ Doch bis Anfang Februar passierte nichts.
Die Stadtreinigung Hamburg muss auch nicht aktiv werden, denn die Hausbrucher Bahnhofstraße steht nicht im öffentlichen Wegeverzeichnis. Aus dem gleichen Grund ist der Bezirkliche Ordnungsdienst (BOD) nicht zuständig.
Auf Betreiben des Elbe Wochenblattes sichert Bettina Maak, Sprecherin des Bezirksamtes Harburg, jedoch zu: „Der Müll wird jetzt abgeholt.“ Bleibt nur noch die Frage, von wem. Der zahlt nämlich auch.
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