Ufi erst im Dezember fertig

Die Brücke über die Alte Süderelbe im Osten der Umgehungsstraße ist bereits fertig, die angrenzenden Straßen noch nicht. (Foto: ReGe)

Nasse und kalte Winter verzögern Bauarbeiten an Umgehungsstraße Finkenwerder (Ufi), Senat rechnet mit zwei Millionen Mehrkosten

Täglich rollen rund 20.000 Autos durch den Ortskern von Finkenwerder, darunter Schwerlastverkehr auf dem Weg zum Airbus-Werk. Seit vielen Jahren fordern die Finkenwerder eine Umgehungsstraße, die den Verkehr und damit Lärm und Abgase drastisch reduzieren soll. Im Sommer 2009 begannen schließlich die Bauarbeiten für das 100 Millionen Euro teure Mammutprojekt, diesen Juli sollte die Straße für den Verkehr freigegeben werden. Doch jetzt steht fest: Die Bewohner Finkenwerders müssen noch ein paar Monate länger ausharren, denn die 5,5 Kilometer lange Umgehungsstraße, die über sechs Brücken und 18 Wassergräben führt, wird nicht wie geplant im Juli, sondern vermutlich erst im Dezember fertig.
Schuld seien die schlechten Witterungsverhältnisse der vergangenen drei Winter, heißt es in einer Antwort des Senats auf eine kleine Anfrage des Finkenwerder CDU-Bürgerschaftsabgeordneten Heiko Hecht. Das bestätigt auch Björn Marzahn, Sprecher der Realisierungsgesellschaft Hamburg (ReGe), die die Straße im Auftrag der Behörde für Stadtentwicklung und Umwelt baut. Im Dezember 2011 habe es so viel geregnet – es fielen 159 Liter pro Quadratmeter, fast drei Mal so viel wie im Vorjahr –, dass sich Erdbauarbeiten stark verzögert hätten. „Alles war so nass, dass Baufahrzeuge nicht durchkamen“, sagt Marzahn. In den beiden Wintern zuvor hätte langanhaltender Bodenfrost die Arbeiten zwischenzeitlich auf Eis gelegt und das eingeplante Zeitpolster aufgebraucht.
Seit Anfang März werde auf der Baustelle wieder gearbeitet, berichtet der Sprecher. Marzahn: „Die Erdbauarbeiten sind bereits abgeschlossen und alle Brückenbauwerke sind fertig.“ Als nächstes würden die Straßenabschnitte asphaltiert werden. „Zuerst wird Schotter auf den Feinsand aufgetragen, dann kommt die Aphaltdecke drauf“, erklärt Marzahn.
Nach Angaben des Senats wird es durch die witterungsbedingte Verzögerung und durch zwischenzeitlich erforderliche Anpassungen des Bauvertrags zu Mehrkosten von etwa zwei Millionen Euro kommen.
 auf anderen WebseitenSenden
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.