Tschüss, Catherine!

So richtig zum Lachen ist es Catherine Bartl nicht. Elf Jahre setzte sie sich leidenschaftlich für die Belange „ihrer“ Jugendlichen ein, jetzt geht sie auf eigenen Wunsch nach Stade. Der Abschied fällt ihr schwer. Ihr Wunschnachfolger als Leiter des Jugendcafés ist ihr Mitarbeiter Bahsi Bekirogullari. (Foto: wit)

Catherine Bartl leitete elf Jahre lang das Jugendcafé Neuwiedenthal am Rehrstieg ­ – jetzt geht sie nach Stade

Wolfgang Wittenburg, Neuwiedenthal – Elf Jahre leitete Catherine Bartl das Jugendcafé. Es ist eine Anlaufstelle für Jugendliche und junge Erwachsene zwischen 14 und 21 Jahren. Doch nun verlässt die Sozialpädagogin „ihre Jungs und Mädels“. Die 36-Jährige geht nach Stade, wo sie als Jugendpflegerin für Mädchen tätig sein wird.

Wie sah das Jugendcafé Neuwiedenthal vorIhrer Zeit aus?
C.B.: „Als ich mit meinem Kollegen Bahsi Bekirogullari im Jahr 2005 angefangen habe, war das Jugendcafé seit fünf Jahren geöffnet. Es wurde nach dem tragischen Selbstmord von Mirco S. als Treffpunkt für Jugendliche ins Leben gerufen. Leider wechselten die Mitarbeiter seitdem häufig. Wir beide stehen für Beständigkeit, und die ist das Allerwichtigste. Deshalb wünschen wir uns, dass meine Nachfolge aus dem bestehenden Team kommt. Mein Wunsch-Nachfolger ist Bahsi. Da hätte ich das gute Gefühl, jetzt gehen zu können und das Café in gute Hände zu geben.“

Was hat sich verändert, was bleibt?
C.B: „Genau wie die Skateranlage mit den Jahren gewachsen und professioneller geworden ist, hat sich auch unser Café weiter entwickelt. Zuletzt haben wir einen neuen Billardtisch bekommen. Was sich jedoch nicht verändert hat, das sind die Überzeugung und das Engagement der Mitarbeiter im Umgang mit den Gästen. Wir begegnen jedem im Café auf Augenhöhe.“

Was bietet das Café?
C.B.: „Wir haben nicht nur das Jugendcafé, sondern Beratungsangebote wie Jobbörse, Praktikumssuche, Bewerbungs-training, Mobile Suchtberatung und Gewaltprävention.“

Was wünschen Sie sich für das Café?
C.B: „Einen Anbau. Es ist schwierig, konzentrierte Beratung anzubieten, wenn unser Haus rappelvoll ist. Mit einem separaten Raum können wir das Engagement der Jugendlichen besser unterstützen. Es gibt zum Beispiel Mädchen, die gerne kurdischen Folkloretanz anbieten möchten, und auch unsere Boxsportgruppe könnte diesen Raum nutzen.
Außerdem möchten wir diesen wichtigen Raum für Jugendliche in der Zukunft unbedingt erhalten wissen.“

Info:
Am Sonntag, 17. April, verabschiedet sich Catherine Bartl ab 14.00 Uhr von Freunden, Jugendlichen und Weggefährten im Jugendcafé Neuwiedenthal, Rehrstieg 15.
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