Tschüss, Aeolus!

Berthold Brinkmann, Verwalter der Sietas Werft, Frank Horch, Wirtschaftssenator der Freien und Hansestadt Hamburg, und Peter Bunschoten, Direktor Van Oord (v.l.), vor der Aeolus. (Foto: pr)

Sietas-Werft: Das erste in Deutschland gebaute Errichterschiff für Offshore-Windanlagen wurde ausgeliefert

- Neuenfelde - Es ist eine Premiere im deutschen Schiffbau: Die „Aeolus“, das erste in Deutschland konstruierte und gebaute Errichterschiff (Jack-up Vessel) für Offshore-Windanlagen, verließ kürzlich die Sietas-Werft. Mit einer Passage durch das Este-Sperrwerk fuhr es über die Elbe nach Bremerhaven.
Das Spezialschiff wurde für das niederländische Wasserbauunternehmen Van Oord erstellt. Es ist 140 Meter lang und 38 Meter breit, seine Seitenhöhe beträgt 9,12 Meter, sein Tiefgang 5,70 Meter. Mit seinen vier Generatoren erreicht es zwölf Knoten Fahrgeschwindigkeit. Der Offshore-Spezialkran kann 900 Tonnen Last bei einer Auslage von 30 Metern heben und bis zu einer Höhe von etwa 120 Metern über Wasser arbeiten. Während seiner Einsätze auf den Wind-energiefeldern bietet das Installationsschiff 74 Besatzungsmitgliedern Unterkunft. Im Juli wird die „Aeolus“ auf ihre erste Auftragsreise gehen: Sie wird für die Konstruktion eines Windparks vor der niederländischen Küste eingesetzt.
Die Arbeiten an dem Schiff fanden unter schwierigen Bedingungen statt. Die Sietas Werft war insolvent, suchte nach Käufern. Nur noch knapp 100 Mitarbeiter waren auf der Werft beschäftigt. Vor ein paar Wochen dann die erlösende Nachricht: Die Werft wurde von der russischen Pella Shipyard gekauft. Bis Ende April sollen wieder 120 Mitarbeiter auf der Werft tätig sein, bis Ende des Jahres 2016 sollen es 400 Beschäftigte sein. Außerdem wird Pella Shipyard bis Ende 2016 Investitionen von mindestens 15 Millionen Euro in die Infrastruktur der Sietas Werft vornehmen.
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