Trauer in Moorburg

Unternehmer August Ernst verstarb mit 87 Jahren

Karin istel, Moorburg

August Paul Heinrich Ernst war in Moorburg eine feste Institution. Noch mit über 80 Jahren leitete er die Geschicke des Familienunternehmens August Ernst, das im Juni 1871 gegründet wurde.
August Ernst baute das nach dem Krieg total zerstörte Fuhrunternehmen zu einem florierenden Betrieb auf. Heute stehen im Moorburger Kirchdeich mehrere Bürogebäude, und das Transportunternehmen ist deutschlandweit tätig.
August Ernst war nicht nur ein gestandener Geschäftsmann, sondern engagierte sich auch für Moorburg und seine Bewohner, wo immer er konnte. So sorgte er gemeinsam mit Edgar Pinkenburg dafür, dass das Moorburger Spülfeld nicht auf 100 Meter an den Ort heranreichte, sondern um einen Kilometer verschoben wurde.
Als die Orgel in der Moorburger St. Maria Magdalena Kirche durch einen Defekt der Heizung schwer beschädigt wurde, übernahm Ernst August die Kosten für die Renovierung des Instrumentes.
Im Jahre 1977 stiftete er sogar einen Pokal, der seinen Namen trägt. Jährlich messen zahlreiche Jugendfeuerwehren ihre Kräfte und ihr Geschick im Wettbewerb um den begehrten Preis.

Ernst August war Träger des Bundesverdienstkreuzes

Ernst August war nicht nur Mäzen, er war auch Kamerad und Ehrenmitglied bei der örtlichen Freiwilligen Feuerwehr. Er gehörte dem Korkenclub Moorburg „KU“ von 1741 an und war Ehrenkommandeur des örtlichen Schützenvereins. Darüberhinaus war er Mitglied der Harburger Schützengilde von 1528, des Schützenvereins Sinstorf und Umgebung von 1903 und des Eißendorfer Schützenverein von 1878.
So viel Engagement wurde von höchster Stelle gewürdigt: Am 7. November 2013 wurde August Ernst das Bundesverdienstkreuz am Bande verliehen. Die Auszeichnung überreichte Innensenator Michael Neumann im Auftrag von Bundespräsident Joachim Gauck.
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