Totentanz im SEZ

Die Rolltreppen sind meist abgeschaltet, hier tobt nicht gerade das Einkaufsleben. Auch das „Vermietungs“- Schild im Laden, der vormals vom TV Fischbek genutzt wurde, hängt auf halb Acht.

Leere Geschäfte im Nordteil des Süderelbe Einkaufszentrums - Umbau zum Gesundheitszentrum?

Neugraben – Wer von der S-Bahn kommt und durch den Nordteil des Süderelbe Einkaufszentrum (SEZ) geht, will am liebsten sofort wieder umzudrehen: Im Erdgeschoss herrscht gähnende Leere. Die Geschäfte sind verwaist, seit Wochen werden neue Mieter gesucht. Zum Flanieren hat hier keiner Lust. Da schaut man nur, dass man schnell rauskommt.
Hier herrscht tote Hose: Am Nordeingang des SEZ sind ein Kiosk und eine Spielhalle zu finden – sonst nichts. Das komplette Erdgeschoss steht leer. Ein Stock höher sieht es wenigstens nicht ganz so düster aus: Eine Steuerpraxis, ein Zahnarzt, ein Fitnessstudio und eine Tanzschule haben sich hier angesiedelt. Das war´s aber auch schon. Auch hier: Schaufensterscheiben, durch die man auf nackte Wände schaut.
„Wir suchen händeringend Mieter, die das SEZ wieder beleben. Wir möchten den Einzelhandel wieder aufblühen lassen“, sagt Christoph Lüttjohann Jäger von der Firma SBV. Sie verwaltet das Gebäude für den dänischen Besitzer.

Gesundheitseinrichtungen für den Nordteil?

„Wir möchten zuverlässige Mieter. Daran liegt uns mehr als an der Miethöhe“, so Lüttjohann Jäger. Auf Deutsch: Die SBV würde mit der Miete runtergehen, wenn der Interessent sich langfristig einmietet und zahlungsfähig ist. Kann SBV auch, denn es gibt für Gewerbeobjekte keinen Mietenspiegel wie bei Wohnungen.
Christoph Lüttjohann Jäger hat auch schon Ideen, wie das SEZ zukünftig genutzt werden könnte: „Der Südteil als Einkaufszentrum, der Nordteil mit Einrichtungen für Gesundheit, Sport und Bewegung.“
Das sieht auch Daniel Bö-
decker von der Stadterneuerungs- und Stadtentwicklungsgesellschaft (steg) für Neugraben als Chance. „Es könnte attraktive Freizeit- oder Dienstleistungsangebote geben, die unserem Stadtteil gut tun würden. Dazu zählen beispielsweise neue Physiotherapie- oder Arztpraxen. Der Bedarf an Fachärzten ist da.“ Die Flächen auch.


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