Technologiepark: Besser ein großer als sechs kleine?

Rainer Böhrnsen setzt sich seit Jahren für einen Wissenspark in Moorburg ein. (Foto: Marion Göhring)

Moorburger kritisiert Handelskammer-Vorschlag

von Marion Göhring, Moorburg
Die Handelskammer stößt mit ihrem Vorschlag, sechs neue Technologieparks in Hamburg einzurichten, im Süden der Stadt auf wenig Gegenliebe. Der Moorburger Rainer Böhrnsen, der früher als Sprecher des Runden Tischs die Interessen des alten Elbdorfs vertrat, sieht in dem Konzept der Handelskammer sogar „gravierende Schwächen“.
Es sei ein Fehler, mehrere kleinere Technologieparks über Hamburg zu verteilen. In Moorburg stünde ein rund 200 Hektar großes Areal für einen großen Technologiepark zur Verfügung, in dem sogar noch Wohnungen untergebracht werden könnten.
Keine Frage, Rainer Böhrnsen denkt dabei an seinen Wissens-park, den er schon seit mehreren Jahren als Alternative zur geplanten Hafenerweiterung vorschlägt. Bisher hat er damit zumindest bei den offiziellen Stellen vor verschlossenen Türen gestanden, und die Hafenverwaltung Hamburg Port Authority ignoriert seine Ideen sogar völlig, wenn sie die Fläche östlich der Autobahn A7 als Standort für eine weitere Hafenschlickdeponie vorsieht.
Böhrnsen: „Diese Fläche liegt nah zur Technischen Universität Hamburg-Harburg (TUHH), sie ist im Eigentum der Stadt, unbebaut, einfach an den Öffentlichen Personennahverkehr und an die Autobahn anzubinden und verfügt über ein attraktives Quartier mit vielen bebaubaren Grundstücken und Naherholungsmöglichkeiten.“
Eine zusammenhängende Fläche hätte nach Ansicht von Böhrnsen auch den Vorteil, die Kosten für die dort angesiedelten Institutionen zu senken, da gemeinsam genutzte Einrichtungen wie zum Beispiel Poststelle, Kantinen, Tagungs- und Konferenzräume oder Beratungsstellen einem größeren Nutzerkreis zur Verfügung stünden
Die Handelskammer hat die Fläche im Westen Moorburgs nicht berücksichtigt. Jan-Oliver Siebrand, Stadtentwicklungsexperte der Handelskammer Hamburg: „Die Fläche in Moorburg steht für solche Ideen nicht zur Verfügung. Sie ist bekanntlich Teil des Hafenent-
wicklungsgebiets.“ Statt dessen schlägt die Handelskammer unter anderem vor, auf der Harburger „Bahnhofslinse“ neben dem „Elbcampus“ einen „HIP“ („Hamburg Innovations Park“) zu errichten.
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