Tauschbörse in der Telefonzelle

Ist eine tolle Sache und sieht toll aus: Bücher tauschen in der umgebauten Telefonzelle am Neugrabener Markt. Die Akteure freuen sich. (Foto: Foto: pr)

Beliebtes Nachbarschaftsprojekt: Am Neugrabener Markt tauschen Leser ihre Bücher

von Angela Dietz, Neugraben
Vor der orangen Telefonzelle stehen sie Schlange. Wer viel liest, kommt gern hierher, geht mit zwei Büchern unterm Arm hinein und mit zwei anderen wieder raus. Was anderswo „Bücher freilassen“ oder „Book Crossing“ heißt, nennt sich in Neugraben der „Kleine Büchertausch“. Seit ein paar Jahren grassiert dieses Fieber unter Leseratten. Motto: Regalhaltung ist Bücherquälerei.
In Neugraben initiierten die Quartiersentwickler von der Stadtteilentwicklungsgesellschaft Steg gemeinsam mit der Bücherhalle und einem Förderverein vor zweieinhalb Jahren den Büchertausch.
Vandalismus? Keine Spur, denn die Akteure trafen Vorsorge. „Dank des großen Engagements der Mitarbeiter der Bücherhalle und der angrenzenden Betriebe, ist das Projekt ein voller Erfolg“, freut sich Frauke Rinsch vom Stadtteilbüro der Steg. Die Mitarbeiter der Bücherhalle sehen regelmäßig nach dem Rechten. Morgens schließen Angestellte der angrenzenden Betriebe die Bücherzelle auf und abends wieder zu.
Bücherhallen-Leiter Matthias Pfeifer ist begeistert von dem Projekt. „Wir bedanken uns ganz herzlich bei Elman Ramazanou und Ghiulizar Amet vom Neugrabener Grillhaus für ihren Einsatz!“, sagt er.
Sind noch Wünsche offen? „Bitte nur ein Buch hineinlegen“, so Pfeifer. „Die Telefonzelle wird sonst zu voll.“ Fremdsprachige Literatur steht auch noch auf der Wunschliste.
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