Süderelbes Kultur zieht in einen Neubau

Auch wenn der Balkon aus Feuerschutzgründen nur halb so groß geworden ist, wie ursprünglich geplant, freuen sich Cornelia Nack und Stephan Kaiser über die Möglichkeit für die Kursteilnehmer, auch draußen arbeiten zu können.

Einzugstermin steht fest: Kulturhaus Süderelbe nimmt im Januar 2012 den Betrieb im Bildungs- und Gemeinschaftszentrum (BGZ) auf

Der Mietvertrag ist zwar noch nicht unterschrieben, aber das sei nur noch eine Formalie, erklärt Mike Nitsch, erster Vorsitzender des Kulturhauses Sü-derelbe. Denn jetzt steht es endlich fest: „Wir freuen uns, zum 1. Januar 2012 mit dem Kursprogramm im Bildungs- und Gemeinschaftszentrum loslegen zu können“, sagt Nitsch zufrieden. Den Dezember wolle man für nötige Einbauten in den neuen Räumen nutzen, dann müssten Kartons gepackt und aus der alten Villa in Hausbruch in den Neugrabener Neubau gebracht werden. Dort stehen dem Kulturhaus ein großer Empfangsraum und mehrere Atelier- und Werkstatträume auf insgesamt 580 Quadratmetern zur Verfügung.
Viele der Kursteilnehmer und Lehrenden werden der Villa am Ehestorfer Heuweg noch lange nachweinen, denn mit Altbau-charme kann das moderne BGZ, das sich insgesamt sieben Hauptnutzer teilen werden, nicht dienen. Cornelia Nack und Stephan Kaiser vom Vorstand des Kulturhauses sehen das nüchterner und freuen sich auf den Umzug. „Ich bin absolut begeistert“, sagt Nack, während sie sich in dem lichtdurchfluteten Eingangsraum umschaut. Auch sie hängt an der Hausbrucher Villa, schließlich trat die freie Journalistin dem Kulturhaus vor einigen Jahren bei, weil sie für den Erhalt des alten Standortes kämpfen wollte. Doch die Ernüchterung kam schnell. „Unser wunderschönes altes Gebäude in dem malerischen Park ist sehr runtergekommen“, erklärt Nack. Undichte Fenster, abblätternde Farbe und kaputte Türen seien nur einige der Probleme. Hinzu käme der Platzmangel. Mit dem Umzug seien alle Probleme auf einen Schlag gelöst: Im BGZ verfügt das Kulturhaus nicht nur über eine moderne Ausstattung, sondern auch über zusätzliche 200 Quadratmeter.
Begeistert sind Nack und Kaiser auch von den neuen Aufgaben, die das Kulturhaus im BGZ erwarten. Neben Kooperationen mit den anderen Mietern – zum Beispiel beim Nachmittagsangebot der Ganztagsschule Quellmoor – wolle man „in den Stadtteil hinein“. „Unsere Aufgabe ist es, das kulturelle Umfeld zu beleben“, erklärt Nack, und Kaiser ergänzt: „Wir müssen die Menschen in Neugraben und Neuwiedenthal für unsere Angebote begeistern.“ Das sei eine Herausforderung, doch im BGZ habe man dafür die besten Voraussetzungen.
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