Straßensperrung sorgt für Ärger

Die Belegschaft der Sietas Werft ist von einst 400 auf zurzeit nur noch 150 Mitarbeiter geschrumpft. 123 haben in eine Transfergesellschaft gewechselt und werden für andere Jobs qualifiziert.

Weil Aue-Hauptdeich und Ostfrieslandstraße saniert werden, müssen Autofahrer weite Umwege fahren

Finkenwerder im Ausnahmezustand: Wer vergangene Woche den Stadtteil verlassen oder in den Ortskern fahren wollte, brauchte gute Nerven. „Wir sind hier von der Außenwelt abgeschnitten“, sagte ein Finkenwerder wütend. „Alle fragen sich, wie bist du denn hergekommen? Das ist doch ein Schildbürgerstreich. Niemand hat uns über die Bauarbeiten informiert.“ Grund des Ärgers war eine Vollsperrung der Ostfrieslandstraße und des Aue-Hauptdeichs. Während Bauarbeiter die Asphaltdecke der beiden Straßen abfrästen und erneuerten, irrten Autofahrer durch den Ort auf der Suche nach einer Umleitung. Tagelang erreichte man den Stadtteil nur über die Umgehungsstraße – bis zum Ortskern verlängerte sich der Weg dadurch um rund zehn Kilometer.
Die Arbeiten und damit verbundenen Unannehmlichkeiten waren unvermeidbar, sagt Jonny Richters von der Straßenverkehrsbehörde. „Die Alternative wäre, dass wir die Straßen verrotten lassen und man nur noch Schrittgeschwindigkeit fahren kann“, erklärt Richters. Die stark befahrenen Straßen waren übersät mit notdürftig geflickten Schlaglöchern, seit längerem musste die Geschwindigkeit auf Tempo 30 beschränkt werden. Über die dringend benötigten Arbeiten seien die Anwohner mit Flugblättern informiert worden, so Richters. Dennoch beschwerten sich viele wütende Anrufer im Polizeikommissariat 47.
Während der Aue-Hauptdeich schon vergangenen Freitag fertig asphaltiert werden konnte und bereits für den Straßenverkehr freigegeben ist, bleibt die Ostfrieslandstraße noch mindestens zwei Wochen gesperrt. Hier dauern die Arbeiten länger, denn auf dem Abschnitt zwischen Rüstringer Weg und Steendiek werden drei Busbuchten auf die Straße verlegt, um zukünftig den Verkehr durch den Ortskern zu beruhigen. „Der Beton an den neuen Bushaltestellen braucht etwa zwei Wochen, um auszuhärten“, erklärt Richters. Zudem habe man erst im Zuge der Arbeiten festgestellt, dass die Schmutzwasserabläufe in der Ostfrieslandstraße erneuert werden müssen.
Eine gute Nachricht für Autofahrer hat Richters jedoch: Sie müssen keine weiten Umwege über die Umgehungsstraße mehr fahren. Bis die Arbeiten vollständig abgeschlossen sind, gibt es eine innerörtliche Umleitung über den Finkenwerder Landscheideweg und die Nordmeerstraße.
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