Stopp! Lebensgefahr!

Wer vor der letzten Garage in der Straße In de Krümm steht und auf die Gleisen schaut, der sieht – nichts. Denn der Maschendraht zwischen zwei Pfosten fehlt. (Foto: pr)

Der Maschendrahtzaun zwischen der Straße In der Krümm und den Bahngleisen ist runtergetreten oder fehlt ganz – jeder kommt auf die Gleisen

Neugraben – Da wird es so manchem Bewohner der Straße In de Krümm mulmig: Wer sein Auto aus der Garage am Straßenende holt, der ist nur durch einen Maschendrahtzaun von der vorbeirauschenden S-Bahn getrennt ­– wenn überhaupt. Denn der Maschendraht ist an vielen Stellen heruntergerissen oder gar nicht mehr vorhanden.
„Das ist viel zu wenig Schutz“, so die Anwohnerin Karolin M. (Name der Redaktion bekannt). „Durch so einen Maschendrahtzaun kommt jedes Kind hindurch.“ Und zwar mühelos. Denn an vielen Stellen ist der Maschendraht einfach weg, man kann quasi auf die Gleisen spazieren. Oder Müll am Gleisbett entsorgen.

Noch besser wäre eine Schutzwand


„Es lag schon mal ein Auto-reifen nah an den Gleisen“, so Karolin M. Sie mag sich gar nicht vorstellen, was passieren könnte, wenn der Reifen auf den Gleisen gelegen hätte. Deshalb fordert sie: „Ein paar Meter weiter gibt es eine Schutzwand. Warum wird ausgerechnet hier an dieser Stelle gespart?“
„Grundsätzlich ist die Deutsche Bahn nicht verpflichtet, Bahnanlagen einzufrieden“, wehrt Bahnsprecher Egbert Meyer-Lovis ab. „Die Deutsche Bahn verfügt bundesweit über ein Streckennetz von knapp 34.000 Kilometer Länge, das auch durch bewohnte Gebiete führt. Aufgrund der Größenordnung ist dies allerdings – wie auch bei Wasserstraßen und Autobahnen – nicht möglich.“
Und er schiebt den Schwarzen Peter zurück an die Anwohner: „Leider hat auch die Erfahrung gezeigt, dass Zäune – egal wie hoch – die Menschen nicht vom Betreten der Gleise abhalten. Die Zäune werden immer wieder zerstört.“
Warum es zur Straße In de Krümm keinen stabileren Schutz wie einige Meter weiter Richtung Neugraben gibt, dazu äußert er sich nicht. Doch er verspricht: „Wir werden uns bei Gelegenheit die Situation vor Ort ansehen und prüfen, ob hier Handlungsbedarf – welcher Art auch immer – besteht.“ Man darf gespannt sein!

Sagen Sie uns Ihre Meinung
Der Zaun zu den Bahnschienen muss unbedingt ausgebessert werden. Noch besser wäre eine Schutzwand. Ist das Ihre Meinung? Oder denken Sie, dass es egal ist, in welchem Zustand der Zaun ist? Wer auf die Gleisen will, kommt auch dorthin. Die Bahn kann sich auch das Geld sparen.

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2 Kommentare
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Bernhard von Glahn aus Neu Wulmstorf | 17.05.2016 | 20:10  
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Arne Ries aus Sülldorf | 01.06.2016 | 11:29  
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