Stille Bauern und kernige Fischer

Kernig mit Pfeife: Finkenwerder Hochseefischer 1909, fotografiert von Anton Bruhn. (Foto: SHMH Altonaer Museum)

Ausstellung über Norddeutschland in der Fotografie verlängert

Gaby Pöpleu, Süderelbe – Was ist eigentlich Heimat? Diese Frage stellen sich das Altonaer Museum und das Warschauer Fotografenkollektiv „Sputnik Photos“ in der Ausstellung „Stille Bauern und kernige Fischer?“, die jetzt bis zum 10. April verlängert wurde. Vor allem: Wie sieht Heimat aus, früher, als alles viel besser war, und heutzutage, wo alle von Globalisierung reden?
Um das herauszubekommen, was typisch ist und das Heimatgefühl erst möglich macht, haben die Historiker und Fotografen die historische Fotosammlung des Altonaer Museums nach typisch Norddeutschen Motiven durchforstet. Daneben präsentieren sie Fotos der polnischen Fotografin Agnieszka Rayss, die Norddeutschland heute fotografiert hat.

Diese historischen Fotos wurden bisher selten gezeigt

Und die Historiker haben viel Ortstypisches aus der Region zwischen Lüneburger Heide und Nordfriesland gefunden: Gezeigt werden die Menschen dieser Region, ihre Bräuche und Trachten, Häuser, Schiffe, typische landwirtschaftliche Gerätschaften.
Für die Besucher des Altonaer Museums ist diese Ausstellung etwas Besonderes, denn bisher waren die historischen Fotos des Altoner Museums nur selten öffentlich zu sehen. Dabei zeigen die Bilder aus der Zeit vor 1950 eindrucksvoll, wie hart das Leben in der norddeutschen Heimat war - jenseits aller romantischen Verklärung. Ob auf dem Finkenwerder Fischkutter auf See oder bei der mühsamen Kartoffelernte in der Heide: Die schwere Arbeit ist den Menschen scheinbar ins Gesicht geschrieben.
Führungen durch die Ausstellung bietet das Museum an den Sonntagen 17. Januar, 21. Februar und 27. März jeweils um 14 Uhr an.
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