Station für Fahrräder geplant

In Münster sind Fahrradstationen schon länger in Betrieb. (Foto: Wölk)

Neugraben: Behörde sucht Investoren und Betreiber – Pläne werden im März vorgestellt

von MARION GÖHRING, NEUGRABEN
Am S-Bahnhof Neugraben soll ein „Fahrradparkhaus“ gebaut werden. Mit dieser Nachricht schmückt sich jetzt der CDU-Bürgerschaftsabgeordnete André Trepoll. So ganz neu ist das allerdings nicht. „Dieses Projekt geht auf eine Idee von uns zurück“, sagt der GAL-Bezirksabgeordnete Kay Wolkau. Seine Fraktion habe schon 2008 einen entsprechenden Antrag gestellt – mit einem Unterschied. Wolkau: „Wir nennen es nicht Fahrradparkhaus, sondern Fahrradservicestation.“ Diese Bezeichnung beschreibe viel treffender, was geplant sei.
In Bergedorf ist eine Servicestation für Radfahrer bereits seit Anfang des Jahres in Betrieb. Sie bietet Stellplätze für 500 Fahrräder, ist 24 Stunden geöffnet und durch ein elektronisches Zugangssys-tem gesichert. Außerdem werden eine Reparaturwerkstatt, ein Verleih mit dem Schwerpunkt E-Bikes, Fahrradzubehör und Informationen über Radausflüge durch Bergedorf und das Umland angeboten. Der Clou: Es werden auch Spezialfahrräder wie das handgefertigte „Bergedorf-Rad“ verkauft. Das sichere Parken der Fahrräder kostet im Jahres-Abo 120 Euro. Betreut wird die Station von zwölf Mitarbeitern, bei der Einstellung werden Langzeitarbeitslose und Schwerbehinderte besonders berücksichtigt.
Trepoll hatte den Senat gefragt, wie es um die Pläne steht, auch in Neugraben eine Servicestation einzurichten. Antwort: „Wir sind in der Vorplanung.“ Zunächst müsse noch ermittelt werden, welcher Bedarf in Neugraben tatsächlich bestehe, erst dann könnten die Pläne weiter konkretisiert werden. Außerdem werde noch nach Investoren und Betreibern gesucht.
Die Neugrabener Station soll südlich der Bahnlinie, nördlich der geplanten Busbahnhofsanlage und östlich des bestehenden Zugangs zum S-Bahnhofs gebaut werden. Die Pläne sollen voraussichtlich im März im Verkehrsausschuss der Bezirksversammlung vorgestellt werden.
Baudezernent Jörg Penner: „Der Bezirk Harburg zeigt damit nicht nur seine Verantwortung für eine an den Klimawandel angepasste Verkehrspolitik, sondern er wird auch dafür Sorge tragen, dass mit dem neuen Gebäude ein architektonisches Highlight entsteht.“
 auf anderen WebseitenSenden
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.