Staffelübergabe im Rathaus

Der bisherige Rathauschef Torsten Meinberg (l.) und Nachfolger Thomas Völsch (r.) nehmen Staatsrat Karl Schwinke in die Mitte. Manfred Schulz, Präsident der Bezirksversammlung, gratuliert. (Foto: Marion Göhring)

Thomas Völsch tritt Job als Harburger Bezirksamtsleiter an

von Marion Göhring, Harburg
Der Wind hat sich gedreht. Vor knapp einem Jahr hatte die SPD die absolute Mehrheit im Harburger Rathaus erobert, jetzt muss Bezirksamtsleiter Torsten Meinberg (CDU) gehen. In einer kleinen Feierstunde hat er die Geschäfte an seinen Nachfolger Thomas Völsch (SPD) übergeben.
„Auf diesen Tag habe ich mich nicht gefreut“, sagte Meinberg. „Aber so ist das nun einmal in einer Demokratie: Die Mehrheiten wechseln, und dann haben eben andere das Sagen. Damit kann ich leben.“ Meinberg wird nach den „spannendsten sieben Jahren meines Berufsleben“ nun erst einmal etwas kürzer treten und darauf warten, dass Bürgermeister Olaf Scholz sein Wort hält. Der hatte nach der heftigen Kritik an der vorzeitigen Abwahl Meinbergs versprochen, diesen an anderer Stelle in der Hamburger Verwaltung unterzubringen. „Das wird ja doch nichts“, spottete CDU-Fraktionschef Ralf-Dieter Fischer am Rande der Feier. „Dabei habe ich jede Menge Ideen, wo man Torsten Meinberg unterbringen könnte.“
In den vergangenen Tagen hatte Meinberg gemeinsam mit Dierk Trispel, Dezernent für Steuerung und Service, Völsch „eingearbeitet“. Diese zeigte sich denn auch sehr dankbar: „Das macht mir den Start wesentlich leichter.“ Thomas Völsch war bis zu seiner Bestellung als neuer Harburger Bezirksamtsleiter Referatsleiter in der Rechtsabteilung der Behörde für Schule und Berufsbildung. Außerdem war er Vize der SPD-Fraktion in der Hamburgischen Bürgerschaft. „Ich bin angetreten, um Harburg weiter voranzubringen“, sagte Völsch. Er will vor allem jungen Familien einen lebenswerten Bezirk „mitten in der Großstadt und doch nahe an der Natur“ bieten.
Völsch wird auch an den Erfolgen von Meinberg gemessen werden. Der hatte in den vergangenen Jahren einiges bewegt – wie die Aufwertung der Harburger Innenstadt, der Bau des Rathausforums, die Entwicklung der Schlossinsel zu einem neuen Stadtquartier und die Finanzierung des BGZ Süderelbe.
Trotzdem gibt es Völsch zufolge noch genug zu tun. „Harburg hat nicht nur seine Ecken und Kanten“, sagte der stellvertretende Bezirksamtsleiter Dierk Trispel. „Harburg wirkt auch noch ein wenig unfertig.“
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