Stadtteildiakonin geht auf die Veddel

Für Stadtteildiakonin Uschi Hoffmann heißt es jetzt: Umzugskartons packen. Zu Jahresbeginn gibt sie ihre Stelle in Neugraben auf, um auf der Veddel die Stadtadtteildiakonie neu aufzubauen. (Foto: Karin Istel)

Uschi Hoffmann verlässt den Süderelbe-Raum und setzt sich auf der Veddel für benachteiligte Menschen ein

vom Karin Istel, Neugraben
Schulden? Persönliche Probleme? Die Wohnung ist bald weg? Für Menschen in Not war bisher Stadtteildiakonin Uschi Hoffmann eine der ersten Ansprechpartner. Sie hat ihre Sache so gut gemacht, dass ihr jetzt eine neue Stelle auf der Veddel angeboten wurde. „Dort werde ich die Stadteildiakonie aufbauen“, sagt die 48-Jährige. Dafür verlässt sie Neugraben und den Süderelbe-Raum.
„Ich war genau sieben Jahre hier in Süderelbe“, blickt die Diakonin zurück. Für Menschen in Neuenfelde, Hausbruch, Fischbek und sogar im niedersächsischen Vahrendorf war Uschi Hoffmann die kompetente „Troubleshooterin“ in Notlagen. „Ich habe beispielsweise geholfen, Formulare auszufüllen oder Leis-tungen bei Behörden zu beantragen. Die Stadtteildiakonie ist für Menschen jeden Alters und jeder Religion ein Ort, an dem sie wissen, dass alles vertraulich durchgesehen und ehrlich mit ihnen bearbeitet wird. Hier will keiner den Menschen etwas aufschwatzen“, macht die Mitarbeiterin der Michaelisgemeinde deutlich.
Auch öffentlich machte Hoffmann auf soziale und politische Misstände im Stadtteil aufmerksam, wirkte bei Aktionen im Stadtteil mit. Dabei kommt es ihr besonders auf die Zusammenarbeit mit anderen Institutionen an. „Ich bin eine Mitakteurin. Netzwerkarbeit ist immens wichtig.“ Auch in der Kirche. „Wir sind Kirche für alle und mit allen.“
Der Abschied aus Süderelbe fällt Uschi Hoffmann nicht leicht. „Ich habe auf der Veddel die Chance, eine neue Arbeit zu starten und aufzubauen. Das ist spannend und reizvoll. Hier in Süderelbe hatte ich ein Stück Heimat. Das werde ich schmerzlich vermissen. Aber Leben heißt: sich bewegen, sich entwickeln. Daher habe ich mich für den Schritt in das Unbekannte entschieden“, sagt die 48-Jährige.
Doch man wird Uschi Hoffmann noch eine Zeitlang in der Neugrabener Gemeinde treffen. „Ich werde meine Nachfolgerin noch einarbeiten und werde voraussichtlich im Januar noch hier sein“, sagt Hoffmann.



Verabschiedung
Stadtteildiakonin
Uschi Hoffmann
Lichtergottesdienst
Montag, 6. Januar, 19 Uhr
Michaeliskirche
Cuxhavener Straße 323
anschließend
Neujahrsempfang im
Gemeindehaus
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