StadtRäder in Cranz? Komplette Fehlanzeige!

Von diesem Anblick kann man im Süderelberaum nur träumen: ein knallrotes StadtRad hinter dem nächsten. In Harburg gibt es bereits zwölf Stationen mit Leihrädern. Erst, wenn die hier gemachten Erfahrungen ausgewertet sind, denkt die Verkehrsbehörde über Leihräder in Süderelbe nach. (Foto: tsilis)

Hier ist die Landschaft super, aber im gesamten Süderelbe-Gebiet gibt es keine einzige städtische Radstation

Tsilis/Istel, Süderelbe - Neugraben, Cranz, Neuenfelde, Moorburg, Neuwiedenthal und Hausbruch bleiben weiterhin Niemandsland im städtischen Leihfahrrad-System.
Während seit dem Jahr 2009 nördlich der Elbe mittlerweile knapp 1.700 der roten Flitzer an 131 Stationen für umweltfreundliche Spitztouren genutzt werden können, gibt es im Sü-derelbe-Raum keine einzige Station. Und das wird von der Verkehrsbehörde auch so gewollt. „Das StadtRad-Stationsnetz soll sinnvoll von der inneren Stadt nach außen wachsen“, erklärt Behördensprecherin Helma Krstanoski. Und es soll „möglichst nicht isoliert liegende Einzelstandorte“ geben. Und das wäre im Süderelbe-Raum aufgrund der größeren Distanzen öfter als im Kern-Stadtgebiet der Fall.
So schnell gibt´s keine Stadträder in Süderelbe
Im Klartext: Die Gebiete in Süderelbe sind landschaftlich schön – wie die Fischbeker Heide –, ziehen Touristen an – wie die Bauernhöfe mit ihren Prunkpforten – und haben einiges an Kultur zu bieten – wie beispielsweise die weltbekannte Arp-Schnitger-Orgel in Neuenfelde. Aber in der Region werden, wenn überhaupt, erst ganz zum Schluss StadtRad-Stationen eingerichtet.
Harburg hat es dagegen richtig gut. Im Stadtgebiet gibt es aktuell elf Standorte, der zwölfte an der Asklepios-Klinik ist im Bau. Knapp 200 Leih-Fahrräder werden dann im Kerngebiet Harburg zur Verfügung stehen.
Doch die Süderelber brauchen Geduld, viel Geduld, bevor sie an die Reihe kommen. Denn: „Zunächst sollen die Erfahrungen mit den zwölf neuen Stationen in Harburg gesammelt und ausgewertet werden“, so Krstanoski.
Mal sehen, wann es soweit sein wird.


So funktioniert StadtRad
Die Anmeldung ist entweder am Terminal an einer Station, telefonisch oder im Internet möglich. Dafür wird einmalig eine Gebühr von fünf Euro fällig, die bei der Anmietung als sogenanntes „Fahrguthaben“ angerechnet wird. Die erste halbe Stunde kostet die Nutzung nichts, ab der 31.
Minute zahlen HVV Abonnenten und Bahncard-Inhaber sechs, alle anderen acht Cent pro Minute. Die Tagesgebühr beträgt zwölf Euro. An der Radstation muss sich der Nutzer mit seiner Kredit- oder EC-Karte identifizieren. Die Entleihe ist ebenfalls telefonisch möglich. In jedem Fall erhält der Kunde einen Öffnungscode, mit dem er das Schloss des Rades an der Station öffnen und dann losfahren kann. Für die Rückgabe kann das Rad an einer beliebigen Leihstation abgestellt werden. Der Kunde loggt sich nach dem Andocken an die Station automatisch aus. AT
❱❱ www.stadtrad.hamburg.de
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