SPD und CDU streiten über Röttiger-Kaserne

Begehung des Röttiger-Geländes: An dieser Stelle wollen die IBA-Planer Hochhäuser bauen. (Foto: mag)

Umfang der Bebauung ist noch ein offener Punkt der Koalitionsverhandlungen

Bernhard Bruno, Neugraben - Vor mehr als zehn Jahren hat der letzte Soldat des Panzergrenadierbataillons 72 in der Röttiger-Kaserne das Licht ausgemacht. Es folgte ein langer, meist friedlicher Kampf um die Zukunft des zwischen Naturschutzgebiet Fischbeker Heide und B73 gelegenen Geländes. Mit dem Planungen der Internationalen Bauausstellung Hamburg 2013 schien endlich Ruhe einzukehren. Nun macht aber CDU-Kreischef Ralf-Dieter Fischer ein neues Fass auf. Sein Ziel: Weniger Wohnungen, möglichst keine Hochhäuser.
Als die SPD in Harburg noch dank einer absoluten Mehrheit in der Bezirksversammlung machen konnte, was sie wollte, drohte Fischer mit einem Bürgerbegehren. Er wollte die Pläne der Genossen stoppen, „dieses Sahnestück“ mit sozialem Geschosswohnungsbau vollzustopfen. Immerhin hatte die SPD mit Hilfe des Baudezernenten Jörg Penner, ein Parteigänger der Grünen, die Zahl der Wohneinheiten mal eben von 450 auf knapp 800 gesteigert.
Nachdem die IBA Hamburg noch einmal Hand an die Planungen angelegt hatte, forderte Fischer eine neue öffentliche Plandiskussion, schließlich handele es sich ja fast um einen völlig neuen Plan.
Die IBA-Planer hatten sich das alte Kasernengelände sehr genau angesehen. Dabei waren sie auf die Idee gekommen, am Rand der Fischbeker Heide und auf einem Hochplateau in der Mitte des Areals sechs- bis achtgeschossige Häuser zu errichten. Als „Leuchttürme“ für das neue Wohnquartier. „Vor allem aber, weil man von dort einen tollen Blick über die Elbmarsch bis rüber in die Hamburger City hat“, sagt Karen Pein von der IBA Hamburg GmbH.
Trotzdem sagt Fischer: „Die Hochhäuser müssen weg.“ Außerdem will er die Zahl der Wohnungen reduzieren und dass die Uwe-Seeler-Halle eine direkte Anbindung an die B73 bekommt, so dass die Besucher nicht durch die Siedlung fahren müssen.
Was meint die SPD dazu? „Erstmal gar nichts“, sagt Fraktionschef Jürgen Heimath. Und Fischer bestätigt, dass die Zukunft der Röttiger-Kaserne einer der letzten offenen Punkte bei den Koalitionsverhandlungen mit der SPD ist.
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