So könnte Neugrabens Bahnhof attraktiver werden

So stellen sich die Planer den Neugrabener Bahnhofsvorplatz der Zukunft vor. (Foto: Bernhard Bruno)

Verkehrsplaner wollen Schleichweg am Busbahnhof zur Einbahnstraße machen

von Bernhard Bruno, Neugraben
Es klingt kurios, aber der Bau der A26 könnte eines Tages dazu führen, dass der Neugrabener Bahnhofsvorplatz „erlebbarer“ wird. Das ist jedenfalls die These von Verkehrsplaner Uwe Wilma. Zusammen mit dem Landschaftsarchitekten Moritz Möllers hat er ein Konzept entwickelt, wie der öffentliche Raum zwischen S-Bahn und Neugrabener Zentrum attraktiver gemacht werden kann.
Möllers und Wilma waren sich im Ausschuss für Stadtentwicklung einig: Wenn dort nicht so viele Autos herumfahren würden, könnte man sich auf dem Bahnhofsvorplatz richtig wohlfühlen. Neben den Bussen, die den Neugrabener ZOB ansteuern, nerven vor allem jene Autofahrer, die den Schleichweg am Bahnhof nutzen, um die große Kreuzung zu umgehen, an der der Süderelbebogen in die Cuxhavener Straße mündet. Wilma: „Abends im Berufsverkehr geht es an der Kreuzung vor allem für Rechtsabbieger nicht gut voran.“ Wegen der vielen Fußgänger und Radfahrer kämen pro Ampelphase jeweils nur vier bis fünf Autos durch. Kein Wunder, dass viele Autofahrer den Schleichweg am Bahnhof vorbei nutzen. Wilma hatte auch Zahlen parat, die das belegen: Pro Stunde zählte er rund 350 Fahrzeuge auf dem Weg über die große Kreuzung. Fast genau so viele, nämlich 340, fuhren am Bahnhof vorbei – und erschwerten den S-Bahn-Fahrgästen das Überqueren der Straße Am Neugrabener Bahnhof.
Wilma hat daraufhin einmal durchgerechnet, was passieren würde, wenn der Schleichweg einfach dicht gemacht wird. Sein Fazit: Die große Kreuzung wäre hoffnungslos überlastet, die Rechtsabbieger würden womöglich bis zum Kreisverkehr an der Einfahrt zum Neubaugebiet Elbmosaik stehen.
Deshalb schlägt er vor, den Schleichweg zur Einbahnstraße stadtauswärts zu machen. Das würde die Verkehrsbelastung schon einmal halbieren. Außerdem soll der Betrieb der Busse auf dem ZOB neu geregelt werden. Und wenn dann – „in zehn Jahren oder so“ – die A26 fertig ist, würde sich die Lage rund um die B73 völlig entspannen. Dann könne man auch den Schleichweg kappen. Wilma: „Den Wendehammer könnte man jetzt schon anlegen. Dann muss man da nicht zweimal ran.“
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