So hat Oma Wurst gemacht

Beim traditionellen Schlachtfest zeigen Mitarbeiter des Museums, wie man vor 200 Jahren Würste machte. (Foto: Foto: pr)

Am Sonntag, 27. Januar: Schlachtfest im Freilichtmuseum

sabine langner, ehestorf
Die bunten Bentheimer Schweine hatten ein glück-liches Leben. Sie durften frei herumlaufen, sich im Dreck suhlen und mit Artgenossen spielen. Doch nun sind sie fällig. Am Sonntag, 27. Januar, findet in der Zeit von 10 bis 16 Uhr im Freilichtmuseum Am Kiekeberg das traditionelle Schlachtfest statt. In authentisch rekons-truierten Kostümen zeigen Mitarbeiter des Museums, wie man vor 200 Jahren das Fleisch zubereitete und das Geschlachtete haltbar machte.
Früher war die „Slachtköst“, wie man das Schlachtfest in Norddeutschland nannte, ein besonderes Ereignis. Während der kalten Jahreszeit war Fleisch ein wichtiger Eiweiß- und Fettlieferant für die körperlich hart arbeitende Landbevölkerung. Beim Schlachtfest bot sich eine der wenigen Gelegenheiten, frisches Fleisch zu essen. Der größte Teil des Geschlachteten wurde eingepökelt, geräuchert oder sauer eingelegt.
Die Besucher können sich an diesem Tag frisches Wellfleisch, Grützwurst und Bratwurst schmecken lassen, dazu gibt es Sauerkraut und Brot aus der Museumsbäckerei. Ein Schlachter zeigt und erklärt, wie Wurst hergestellt wird. In einem Film können die Besucher die einzelnen Arbeitsschritte einer Hausschlachtung sehen.
Gleichzeitig haben die Besucher die Möglichkeit, typische Arbeiten rund um einen Hof im Winter zu beobachten oder sich im neuen Agrarium über die Landwirtschaft und die Ernährungsindustrie zu informieren.
Auch für ein Kinderprogramm ist gesorgt. Die jungen Besucher können zum Beispiel selber Senf herstellen.


Infos:
Freilichtmuseum am Kiekeberg
Am Kiekeberg 1
21224 Rosengarten-Ehestorf
www.kiekeberg-museum.de
Tel. 790 17 60
Eintritt neun Euro, Jugendliche unter 18 Jahren frei
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