Sietas: Die Zeit wird immer knapper

Zurzeit wir auf der Sietas Werft ein Windkraft-Errichterschiff fertig gebaut. Doch ohne einen neuen Auftrag werden die Maschinen schon Anfang April still stehen.

Neuenfelder Traditionswerft braucht dringend neue Aufträge – zum 1. April werden 100 Arbeitsplätze abgebaut

Während auf der Neuenfelder Sietas-Werft die letzten Arbeiten am Windkraft-Errichterschiff „Aeolus“ erledigt werden, läuft der insolventen Werft die Zeit davon. „Abhängig vom Wetter werden die Schweißarbeiten diese oder nächste Woche abgeschlossen“, sagt Sietas-Sprecher Cord Schellenberg. Sobald das Schiff fertig ist, gibt es nicht mehr genug Arbeit für die 398 verbliebenen Sietas-Beschäftigten. Zum 1. April werden deshalb 100 Arbeitsplätze auf der Werft abgebaut, so Schellenberg.
Diese Mitarbeiter haben vergangene Woche Aufhebungsverträge bekommen, die mit der IG Metal und dem Betriebsrat ausgehandelt wurden. Wer den Vertrag unterscheibt, wechselt in eine Transfergesellschaft und wird in dieser für einen neuen Job qualifiziert. „Das ist eine freiwillige Angelegenheit“, sagt Schellenberg. Wer nicht in die Transfergesellschaft wechseln möchte, wird betriebsbedingt gekündigt.
Derzeit kann nur ein neuer Auftrag die Sietas-Werft retten, denn potenzielle Interessenten wollen die Werft nur dann kaufen, wenn es für die Beschäftigten genug Arbeit für mindestens ein Jahr gibt. Das gilt sowohl für die niederländische VeKa-Gruppe als auch für die Wilms-Gruppe aus Nordrhein-Westfalen, die sich seit Kurzem für die Sietas Werft interessiert. Bisher ist es Insolvenzverwalter Berthold Brinkmann jedoch nicht gelungen, neue Aufträge zu akquirieren.
Zurzeit steht die Entscheidung bei zwei Bewerbungen für Schiffsneubauten noch aus. Brinkmann will die Sietas-
Konstrukteure zudem weiter beschäftigen, damit die Werft sich an neuen Ausschreibungen beteiligen kann, so Schellenberg. „Sobald es wieder Arbeit gibt, können Mitarbeiter ganz schnell aus der Transfergesellschaft zu Sietas zurückgeholt werden“, sagt der Sprecher.
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