Sie kennt fast jede Familie am Ort

Tschüss! Die anderthalbjährige Lia Marie winkt auf dem Arm von Mutter Nicole zum Abschied Brigitta Kempeneer zu.

Elternschule Süderelbe: Brigitta Kempeneer geht in den Ruhestand

Karin Istel, Neuwiedenthal
Als sie 15 Jahre alt war wusste Brigitta Kempeneer, sie wird Sozialarbeiterin. Sie hat ihren Traum gelebt: Ende August geht die 65-Jährige in ihren wohlverdienten Ruhestand. Doch schon in diesem Monat wird die Leiterin der Elternschule Süderelbe nur noch selten an ihrem Schreibtsich zu sehen sein: Sie nimmt Urlaub.
„Es läuft ein neuer Lebensabschnitt an, wenn ich zu arbeiten aufhöre. Ich hoffe, dass es einen nahtlosen Übergang zwischen Berufstätigkeit und Ruhestand gibt. Natürlich gehe ich mit einem lachenden und einem weinenden Auge“, sagt sie und zählt auf: „Dann werde ich mehr Zeit für meinen Sport haben, muss mir nicht immer eine Stunde abknapsen“, sagt die begeisterte Läuferin und Radfahrerin. „Außerdem freue ich mich auf viel Zeit mit meinen vier Enkeln, das fünfte ist unterwegs. Und ich habe endlich Zeit zu pilgern. Ich möchte den Olavs-Weg in Norwegen gehen.“
Ein wenig Wehmut steigt in Brigitta Kempeneer schon hoch, wenn sie an ihren Abschied denkt. „Wir waren ein Superteam, boten den Eltern etwas Schönes. Das wurde geschätzt. Die Kontakte hier und im gesamten Stadtteil aufzugeben, das ist nicht einfach“, sagt Kempeneer, die die Elternschule seit Januar 1999 leitete.
Eigentlich wollte sie zu Beginn ihres Berufslebens nach München ziehen. „Im Urlaub lernte ich meinen späteren Mann kennen und zog statt dessen 1975 nach Hamburg“, erinnert sie sich. Die beiden Töchter Inga und Hanna vervollständigten 1978 und 1981 das Familienglück. „Nach der Babypause bin ich 1985 wieder ins Berufsleben eingestiegen.“
Ihre Arbeit in der Elternschule empfand sie als „Sechser im Lotto“. „Es ist eine tolle Arbeit, Familien zu helfen. Das werde ich vermissen.“
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