Sie beraten Familien im Stadtteil

Die ersten „Nachbarschaftsmütter Neuwiedenthal“ mit den DRK-Projektleiterinnen Ruth Jacobs (6. v. l.) und Antje Hirt (5. v. r.). Nicht dabei ist die erkrankte Nachbarschaftsmutter Birgit Mert. (Foto: klingberg/heimspiel)

Zwölf Neuwiedenthalerinnen sind jetzt ausgebildete „Nachbarschaftsmütter“

Neuwiedenthal - Es war ein aufregender Moment für Cigdem Bakiner und elf weitere Neuwiedenthalerinnen: Aus den Händen von Aydan Özoğuz, Staatsministerin für Migration, Flüchtlinge und Integration, konnten sie ihre Urkunde als „Nachbarschaftsmütter Neuwiedenthal“ entgegen nehmen. „Nachbarschaftsmütter unterstützen die Menschen direkt vor Ort bei ihrer Integration und auf ihrem Bildungsweg“, erklärte die Staatsministerin.

Was genau macht eine Nachbarschaftsmutter?
„Viele Mütter sagen schon heute, dass sie viel beraten. Mit der Ausbildung zur Nachbarschaftsmutter hier in der DRK-Kita Stubbenhof bekommen sie einen fundierten Hintergrund, mehr Wissen und als Beraterinnen mehr Anerkennung, insbesondere wenn sie in Schulen beraten“, erklärt Ruth Jacobs. Sie leitet gemeinsam mit Antje Hirt vom DRK-Kreisverband Hamburg-Harburg das Projekt „Nachbarschaftsmütter“.

Warum sind Nachbarschaftsmütter notwendig?
„Die Frauen erreichen die Familien im Stadtteil direkter als Institutionen, besonders, wenn in den Familien nicht so gut Deutsch gesprochen wird“, so Antje Hirt. „Die Nachbarschaftsmütter sollen Brücken bauen zwischen den Einrichtungen im Stadtteil und den hier wohnenden Familien.“
Ruth Jacobs ergänzt: „Die Frauen werden sich nicht selbst um die Lösung der Probleme kümmern, sondern die richtigen Ansprechpartner vermitteln. Diese lernen sie in der Schulung kennen.“
Die Ausbildung zur Nachbarschaftsmutter hat also ein doppeltes Ziel: Zum einen vermitteln wir unsere Nachbarschaftsmütter an verschiedene Familien, die beraten werden wollen, zum anderen bieten wir auch die Möglichkeit, selbst als Nachbarschaftsmutter aktiv zu werden und eigene Erfahrungen weiterzugeben“, so Hirt.

Können sich weitere Frauen ausbilden lassen?
„Ja, natürlich! Die nächste Schulung ist für Herbst geplant“, so Antje Hirt.
Wer finanziert das Projekt?
Träger ist der DRK-Kreisverband Hamburg-Harburg. Die Anschubfinanzierung kommt vom Hamburger Spendenparlament, von der Homann-Stiftung und vom Projekt „heimspiel. Für Bildung“.



Anmeldung zum Herbstkurs unter
nachbarschaftsmuetter@ drk-hh-harburg.de
 auf anderen WebseitenSenden
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.