SEZ verliert seinen einzigen Treffpunkt

Nur noch die Plastikpflanzen und die Sitzbänke sind vom Eiscafè Veneto übrig geblieben.

Eiscafé Veneto im Süderelbe Einkaufszentrum (SEZ) hat geschlossen

Wieder eine Hiobsbotschaft für das Süderelbe Einkaufszentrum (SEZ): Das Eiscafé Veneto im ersten Stock des Südteils hat zum 28. Februar geschlossen. Der Betreiber des Cafés soll die Kündigung bekommen haben, weil er hohe Mietschulden hatte. Der Gastronom machte wohl so wenig Umsatz, dass er die Miete seit längerem nicht mehr stemmen konnte. Die hgv Immobilien- gesellschaft aus Flensburg, die das SEZ für den Eigentümer MC Property Fund Hamburg verwaltet, will sich nicht dazu äußern. Auch der Gastronom ist nicht telefonisch erreichbar.
Mit dem Veneto hat das SEZ seinen einzigen Treffpunkt verloren. „Das SEZ braucht dringend ein neues Café“, sagt Daniel Boedecker, Mitarbeiter der Stadtentwicklungsgesellschaft steg. „Die Gäste des Veneto haben viel zum Wohlfühlgefühl im SEZ beigetragen und hatten auch eine Kontroll-Funktion. Jetzt ist das erste Stockwerk wie ausgestorben. Es ist wichtig, dass hier wieder Leben stattfindet.“ Die steg habe auf Bitten des Verwalters hgv schon vor Monaten den Kontakt zu mehreren interessierten Nachfolgern für das Veneto hergestellt. Zudem stehen Gespräche mit der hgv über Modernisierungen des Einkaufszentrums an. „Geplant ist noch im ersten Quartal zu gucken, wie wir gemeinsam das SEZ auf Vordermann bringen können“, so Boedecker. Auch Geld aus der Stadtent-
wicklung könnte ins SEZ fließen. Die Sanierung sei zwar Sache des Eigentümers, aber Maßnahmen, die einen Mehrwert für die Öffentlichkeit haben, wie zum Beispiel die Belebung des Übergangs zwischen Nord- und Südteil, könnte die steg finanzieren.
Heinz Beeken, Neugrabener SPD-Politiker und Vorsitzender des Stadtteilentwicklungsausschusses, bedauert die Schließung des Eiscafés, ist aber trotzdem zuversichtlich, denn der Kontakt zur Verwaltung des Einkaufszentrums sei in letzter Zeit gut. „Die hgv ist sehr bemüht, Leerstände zu beseitigen“, so Beeken.
Im Oktober 2012 stand rund 25 Prozent der Ladenfläche im SEZ leer. Seitdem sind zwar ein paar neue Geschäfte dazugekommen, darunter ein Brautmodengeschäft und ein Tattoo-Studio im ersten Stock des Südteils, einige alte haben jedoch geschlossen. Wie es mit dem SEZ weitergehen soll, will ein Vertreter des Verwalters im Stadtteilentwicklungsausschuss voraussichtlich im Mai vorstellen, so Beeken. „Dann will ich Ergebnisse sehen“, sagt er.
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