SEZ: Alles schick in sieben Jahren?

Die Rolltreppen im Nordteil des SEZ sind seit Jahren defekt. Sie sollen im Zuge der Modernisierung als erstes instand gesetzt werden.
 
Gute Nachrichten für das SEZ: Im Südteil gibt es seit kurzem wieder ein Eiscafé, und im Nordteil eröffnet am 13. September in den ehemaligen Räumen des FitHus ein Fitness-Center. Laut hgv Immobilien, der Verwaltung des SEZ, ist der Leerstand damit auf unter 15 Prozent gesunken.

Eigentümer des Einkaufszentrums legt Modernisierungskonzept vor – SPD spricht von Erfolg, CDU von Etikettenschwindel

MC Property Fund Hamburg, Eigentümer des Süderelbe Einkaufszentrums, hat ein Modernisierungskonzept für den in die Jahre gekommene Gebäudekomplex vorgelegt. Demnach sollen bis 2020 insgesamt 5,35 Millionen Euro in das SEZ fließen. „2020 wird das Center in einem zeitgemäßen Zustand sein“, verspricht Thomas Grützner, Unternehmensberater und Eigentümervertreter.
Heinz Beeken (SPD), der sich seit Jahren für eine Modernisierung des SEZ einsetzt, sieht seine Bemühungen Früchte tragen. Beeken: „Es ist wichtig, dass endlich etwas passiert.“ Währenddessen kommen aus dem Lager der CDU kritische Stimmen. „Wenn man das Konzept genau liest, dann sieht man, dass es eine Luftbuchung ist“, sagt Ralf-Dieter Fischer (CDU).
Tatsächlich schrumpft die Investitionssumme bei näherer Betrachtung merklich zusammen. So sind zum Beispiel 1,9 Millionen bereits zwischen 2010 und 2013 investiert worden. „Davon kann man im SEZ aber nichts erkennen“, meint Fischer. Das Geld wurde unter anderem in die Instandsetzung der Lüftungsanlage gesteckt. „Man hat hier Sicherheitsauflagen erfüllt, damit nicht geschlossen werden muss“, so der CDU-Politiker.
Zudem gehen Fischer die laut Konzept bis 2017 geplanten Maßnahmen wie zum Beispiel die Modernisierung der Eingangsbereiche, das Aufstellen von Bänken auf der Brücke zwischen dem Nord- und Südteil, eine neue Rolltreppe im Nordteil und die Verbesserung der Lichtverhältnisse (siehe Infokasten) nicht weit genug. „All das sind weitgehend Dinge, die gemacht werden müssen und die keine wirkliche
Verbesserung für den Stadtteil bringen“, sagt er.
Rund 1,25 Millionen Euro sollen in diese Maßnahmen fließen, die Hälfte davon aus Fördermitteln. Dass sich die Stadt an der Modernisierung beteiligen soll, liegt an einem Vertrag, den sie in den 80er Jahren mit dem damaligen Eigentümer geschlossen hat, erklärt Daniel Boedecker von der Stadtentwicklungsgesellschaft Steg. Darin verpflichtet sich der Eigentümer, der Öffentlichkeit den Durchgang durch das SEZ von der Straße Groot Enn bis zum Bahnhof zu ermöglichen. „Das ist die Grundlage dafür, dass hier öffentliches Interesse besteht“, sagt Boedecker. Deshalb habe die Steg an dem Konzept mitgewirkt, das ein vom Eigentümer beauftragter Architekt ausgearbeitet hat. Boedecker ist zuversichtlich, dass die Behörde für Stadtentwicklung die Fördersumme bewilligt und noch in diesem Jahr mit den ersten Arbeiten begonnen werden kann.


Hier soll bis 2017 investiert werden:
- Modernisierung von Fassadenflächen, neue Fenster, neue Dach-verglasung, LED Lampen für zusätzliche Beleuchtung: 230.000 Euro
- Neugestaltung der Eingangsbereiche, automatische Schiebetüren und Vordach im Nordteil, LED Lampen: 265.000 Euro
- Rolltreppen ersetzen und modernisieren: 160.000 Euro
- Neugestaltung der Passagenflächen, Vereinheitlichung der Deckengestaltung, neue Geländer, Handläufe und Treppenbeläge: 322.000 Euro
- Modernisierung der Brücke, Einbau abgehängter Decken,
Möblierung, neuer Anstrich von außen: 156.000 Euro
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