Seit vier Jahren Ärger um 150 Meter

Die Bushaltestelle Neugrabener Heideweg soll um 150 Meter verlegt werden. (Foto: sl)

Bezirksamt Harburg sperrt sich gegen Verlegung der Bushaltestelle – benachbarter Graben muss angeblich erst noch gesichert werden

von Sabine Langner, Neugraben - Es geht um 150 Meter: Die Bushaltestelle Neugrabener Heideweg soll weiter nach Süden verlegt werden. Doch seit vier Jahren passiert nichts.
Alle 20 Minuten hält fahrplanmäßig ein Bus der Linie 240 an der Station Neugrabener Heideweg. Ganz gut für Wanderer und Besucher des KZ-Außenlagers. Doch Anwohner der Siedlung rund um den Gödeke-Michels-Weg haben einen zu langen Fußweg nach Hause vor sich – zumindest nach Meinung des SPD-Abgeordneten Arend Wiese.
Er hat schon vor mehr als vier Jahren einen Antrag gestellt, die Haltestelle um 150 Meter weiter südlich, also Richtung Waldfrieden, zu verlegen. „Damit wäre sie dichter dran an der Siedlung“, argumentiert er.
Zudem müsste man ohnehin mal das völlig marode Geländer erneuern, welches die jetzt an der Haltestelle Wartenden davor bewahren soll, in den benachbarten Graben zu fallen. Bevor man dafür Geld in die Hand nimmt, könnte man ja auch gleich die Haltestelle verlegen, so Wiese. Eine Idee, die bei der Hochbahn augenscheinlich gut ankam. Schon vor zwei Jahren legten ihre Mitarbeiter einen fertigen Plan vor, wie man die Haltestelle ruckzuck verlegen könnte.
Das war allerdings eine Rechnung ohne das Bezirksamt. Das Grundstück, auf der die Bushaltestelle stehen sollte, ist eine Liegenschaft des Bezirkes. Das Problem sei der Entwässerungsgraben, der parallel zur Straße verläuft. Bevor man die neue Haltesstelle einrichten könne, müsste man erst mal den Graben absichern und ihn mit Rohren stabilisieren. Ohne diese so- genannte „Verrohrung“ gehe gar nichts. „Das ist total absurd“, regt sich Arend Wiese auf. „Der Graben ist an der geplanten Stelle längst verrohrt.“
In den nächsten Wochen ist ein Ortstermin mit der Verwaltung geplant. Harburgs CDU-Chef Ralf-Dieter Fischer ist gespannt. „Mir leuchtet der ganze Aufwand nicht ein. Das ist eine schnurgerade Straße, die man problemlos überqueren kann. Es gibt also keine Gefährdungssituation, die eine Haltestellenverlegung rechtfertigen würde. Ich glaube, Herr Wiese nimmt mit seinem Antrag nur Rück-sicht auf individuelle Anliegerinteressen.“
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