Seit 50 Jahren „Beton-Eugen“

Günter Elste, langjähriger Vorsitzender der SPD-Bürgerschaftsfraktion (Mitte), kam nach Finkenwerder, um langjährige Genossen zu ehren: Der Bürgerschaftsabgeordnete Jan-Hinrich Fock (l.) ist 40 Jahre dabei, der ehemalige Bausenator Eugen Wagner schon ein halbes Jahrhundert. (Foto: Annekatrin Buruck)

Finkenwerder Sozialdemokraten ehren Eugen Wagner

von Annekatrin Buruck, Finkenwerder
Den Spitznamen ‚Beton-Eugen’ hatte er nicht nur, weil er Bausenator war – sein Beharrungsvermögen im politischen Alltag war legendär. Auch für seinen Instinkt, wenn sich etwas zusammen-braute, war Eugen Wagner bekannt. „Die Leute sagten schon: Lasst uns mal hören, was Eugens Nase sagt“, schmunzelte Günter Elste, langjähriger Vorsitzender der SPD-Bürgerschaftsfraktion und heutiger Vorstandsvorsitzender der Hamburger Hochbahn.
Er war nach Finkenwerder gekommen, um Eugen Wagner für seine 50-jährige Mitgliedschaft in der SPD mit einer Anstecknadel und einer Urkunde zu ehren.
Am 1. Dezember 1961 ist Eugen Wagner im Alter von 19 Jahren in die SPD eingetreten. „Finkenwerder war für mich das Übungsfeld in jungen Jahren“, schmunzelte Wagner, der am 4. Februar 1942 auf der ehemaligen Elbinsel geboren wurde und bis heute hier lebt. Das Übungsfeld war sehr erfolgreich, denn im Laufe seiner politischen Karriere hatte Wagner fast alle möglichen Ämter und Mandate inne: Mitglied des Ortsausschusses Finkenwerder von 1974 bis 1978, Mitglied der Bezirksversammlung Hamburg-Mitte von 1970 bis 1978, ab 1978 Mitglied der Bürgerschaft und von Februar 1983 bis Oktober 2001 Hamburger Bausenator. „Das ist fast Rekord“, so Günter Elste.
Bodenhaftung, Pragmatismus und gesunder Menschenverstand zeichneten ihn aus. „Aber er war auch hochflexibel, wenn es darauf ankam“, bilanzierte Elste. Einer von Wagners größten Coups war die Übernahme der Neue-Heimat-Wohnungen in die eigens dafür gegründete Wohnungsbaugesellschaft GWG. „Wir wollten die Spekulation mit diesen Wohnungen verhindern“, erinnert sich Wagner. Mit Erfolg: „Die Wohnungen sind bis heute städtisch geblieben“, erklärt er nicht ohne Stolz.
Auf den Tag genau zehn Jahre nach Eugen Wagner trat Jan-Hinrich Fock in die SPD ein. Für diese 40-jährige Mitgliedschaft erhielt der „Vollblutkommunalpolitiker“, der seit knapp einem Jahr in der Hamburger Bürgerschaft sitzt, von Günter Elste ebenfalls Anstecknadel und Urkunde. „Die 50 Jahre kriegst Du auch noch voll“, ist er sich sicher.
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